Das ultimative Opfer

#1
Musik: Ultimate Sacrifice https://www.youtube.com/watch?v=TCga3wfDuf8

Die Klippe und das Opfer an Shirvallah lagen längst in der Vergangenheit. Sie hatte sich durchgesetzt. Sie war ein Stammesmitglied geworden, als erste von den drei Welpen. Ihr Stolz und ihre Zweifel waren ihrer Entschlossenheit gewichen… Und doch… Sie hatte Angst… Angst vor dem, was sie gesehen hatte, was sie in ihrer schieren Entschlossenheit bereit war von sich zu geben, um ihr Ziel mit allen Mitteln zu erreichen. Mit allen Mitteln… Wie ihre Mutter… Die Trollin im Bett schlief heftig atmend und warf sich mal auf die eine, dann auf die andere Seite. Der Raptor, der einen Grossteil des Raums einnahm, schaute nur auf den weiblichen Körper. In seinen intelligenten Augen blitzte Sorge auf.


Sie rannte. „Nehmt euch‘n Acht vor der Tochta der verrückt’n Hexe!“ Auf dem trockenen Pfad durch die Hütten im Tal der Geister. „Passt auf, sonst werdet ihr auch noch verhext.“ Sie schluckte, während ihre Füsse automatisch den Weg zum Schattenwandler einschlugen „Da rennt sie!“ „Welp’n kommt rein, ansonst’n setzt’s was!“ So schnell sie vorhin noch gerannt war, so scharf bremste sie nun ab. Ihre Füsse schlitterten über die Erde und viel fehlte nicht, um sie aus dem Gleichgewicht zu bringen. Hier, wusste sie, blieb sie einige wenige Sekunden stehen, lauschte in die Stille hinein. Platsch… Platsch… Platsch… Dann klatschten vor ihr einige überreife Früchte auf das Erdreich. Die Gefahr für sie war gebannt, kaum hörte sie das Gemaule der anderen, sich versteckenden Welpen: „Ach Mist, ich hab die Verrückte nich‘ getroff’n.“ „Sie hat uns verhext. Wir treff‘n sie nicht mehr.“ Sie kam wieder in Bewegung, nahm einen Sprung über die grossen Früchteflecken und rannte weiter. Bis vor die Tür des ansässigen Schattenwandlers. Sie schob ohne vorheriges Anklopfen den Vorhang, der als Tür diente, beiseite. Leise versuchte sie sich in das Innere der Hütte zu schleichen.
„Taz, Tala.“ Sie stoppte ertappt und schaute zum älteren Troll herüber. Dieser blickte einen Raum weiter in einen Kessel und schien irgendetwas zusammen zu brauen. Allerdings stand er hierbei mit dem Rücken zu ihr und konnte sie nicht sehen, dass hielt ihn aber nicht davon ab, immer zu wissen, wann sie heimkam. Egal wie gut sie im Schleichen auch immer war.
Sie schwieg. „Hab’n dich de and’ren Welp’n ma‘ wieder geärgert?“, fragte ihr Ziehvater. Selbst jetzt wendete er sich nicht vom Kessel ab. Sie seufzte und nickte. „Dann erzähl ma‘“, forderte er sie auf, ohne die Möglichkeit ihr Nicken gesehen zu haben. Aber sollen doch die Loa wissen, wie der alte Zuru das hinkriegte. „De and’r’n Kind’r sin‘ g’mein“, braust nun die kleine Trollin auf, „Se sag’n imm’r zu mir, dass ich ne Tocht’r von n’r verrückt’n Hexe bin, ab’r das stimmt nicht!“ Sie verzog ihr Gesicht zu einer Missgunst bringenden Maske. „Doofe Welp’n. Ein’s Tag’s wird ich de all verhex’n un‘ in warzige Kröt’n v‘rwand’ln.“ Mit dem Fuss wurde aufgetreten und ein kehliges Lachen folgte. Ihr Blick folgte dem Lachen und zum ersten Mal, seit sie in die Hütte getreten war, wendete sich ihr Ziehvater zu ihr um, natürlich sich den Bauch haltend. Die Runzeln des alten Zurus wackelten mit dem Körper mit, sosehr schüttelte es ihn vor Lachen. „Klene, du bist ne Numma für dich.“ Damit beendete der Schattenwandler seine Arbeit am Kessel und wandte sich zur kleinen Trollin um. „Kann mich noch gut daran erinn’rn, als wir dich fand’n…“ Er seufzt schwermütig, während das junge Trollmädchen ihm schnell einen Hocker suchte und hinstellte, damit er die Geschichte gemütlich erzählen konnte. „Wie habt ihr mich denn g’fund’n, Zuru?“ Schnell setzte sie sich auf ihren eigenen Hocker und schaut den Alten interessiert an. Sie kannte ihre eigene Geschichte nicht, nur immer die Hänseleien und das Getuschel der anderen Dunkelspeer-Trolle in Orgrimmar. „Um es einfach zu sag’n, Klene. Auf nem Altar kurz vor dei’m Tod.“ So begann die Geschichte.

Vier Jahre vor der Erzählung, im Schlingendorndschungel
Ein etwas jüngerer Zuru ging durchs Dorf und sah sich dabei um. Die Dunkelspeere versammelten sich zur Jagd. Dabei war ihre Beute eine gewisse Voodoo-Hexe, die sich sehr dunklem Voodoo und dem Wahnsinn persönlich verschrieben hatte. Auch er, der Schattenwandler des Dorfes und Vermittler zwischen den Loa und dem Stamm, war im Jagdtrupp mit dabei. Angeblich wurde ein Dunkelspeerkrieger von der Hexe verführt und geopfert und der Stamm nahm sich nun seine Rache. So lautete jedenfalls die Begründung für diese Jagd.
Die Mitglieder des Stammes versammelten sich, als der Häuptling Sen’jin sie zusammentrommelte. „Hört zu, Dunkelspeere! Wir werd’n nun de Hexe Zakreshji jag’n. Sie hat Tek’jai geholt, ein aufmerksamer Krieger, und ihn dem Grinser geopfert. Das werd’n wir vergelt’n! Und nun, jagt, Dunkelspeere!“ Es brachen Kriegsrufe aus, auch der meist zurückgezogene Zuru rief seinen Unmut über die Hexe und die Freude, sie jagen zu können aus. Auch Sen’jin hielt seine Klinge in die Luft und brüllte furchterregend. Damit übernahm der Häuptling den Trupp und er steuerte direkt in Richtung Südwesten in die Tiefen des Dschungels. Nach einigen Stunden Wanderung traf der Trupp bei einem von hohen Bergen umgebenen, gut geschützten Ort nebst einem Wasserfall ein. An den Bäumen hingen diverse Gebisse herum, die Zeichen für den Chu’kay-Kult. Zuru, welcher nie der ausdauerndste Läufer war, atmete auf, als der Trupp hielt. Er beschaute interessiert die hängenden Gebisse und weiteren Zeichen, die er fand. Ein Späher, der etwas ins Gebiet hinter den Bergen vorrückte, kehrte derweil zurück und berichtete: „Sen’jin! Die Voodoohexe is‘ dort. Dat is‘ ne Ebene mit einer natürlich’n Erhöhung drauf. Auf dieser wurde ein Opfertischs aufgebaut. Ich hab dort sogar die frische Leiche von Tek’jai gefund’n.“ Der Späher schaute grimmig, ehe fortfuhr mit seinem Bericht. „Die Hexe is‘ aber grade wieder beim Opfern und an nem Ritual dran. Wir sollten zuschlagen, solange sie noch dabei ist. Gebiet ist nur über dies’n Eingang erreichbar. Somit wäre es die Gelegenheit, sie zu überfall’n.“ Der Häuptling nickte und schickte seine Befehle weiter an den Trupp. Dieser machte sich bereit, um durch den schmalen Eingang Troll für Troll durchzupressen und danach einen Überraschungsangriff zu starten. Als Zuru dran war, nahm er seinen Stab in die Hand und schob sich durch den Eingang, der gerade genug Platz für eine kleinere Trollin durchliess, kaum aber für grosse, männliche Trolle wie es der ein oder andere Krieger war, die mitkamen. Dahinter machte er für das nächste Mitglied Platz und versteckte sich im Gebüsch, welches den Eingang versteckte, neben seinen Häuptling.
Von dort aus konnte er leise die Gesänge der Voodoohexe hören. Sie trug nebst einem Knochen verzierten Hochkragen, eine einfache violette, Fell besetzte Robe. Ihre nachtblauen Haare waren hochgebunden und sie sang von Sinnen, während sie mit einem Stab mit Hundekopfspitze um den Opfertisch herumtanzte. Dabei erbat sich die Hexe Macht und den Segen von Chu’kay. Zurus Augen wanderten zum Opfertisch, auf dem etwas Kleineres als ein ausgewachsener Troll lag. Ein Welpe? Aber von wem sollte sie einen Welpen haben? „Scheint als wär auf’m Opfertisch ein Welpe…“, sprach der Schattenwandler zum Häuptling, ohne aber den Blick von der Hexe abzuwenden. Diese hatte mittlerweile eingehalten in ihrem Treiben und zückte nun eine Klinge aus ihrer Robe. „So Klein‘s…“, sprach die Hexe zum Opfer, „bald g‘hörst du dem ehrenwert‘n Chu’kay, auf dass er dich als das ultimative Opf‘r für meine Macht anerkennt. Hiermit soll dene Seele ihm als Nahrung dien’n.“ Gerade in dem Moment, als sie die Klinge über dem Körper des kleinen Opfers erhob, stürmten die Dunkelspeere mit einem Gebrüll auf die Hexe zu. Diese fluchte und begann Chu’kays Flüche zu murmeln und der eine oder andere Troll wurde daraufhin zum Frosch oder ging schreiend zu Boden. Zuru murmelte als Schattenwandler und Priester zu Ula’Tek und erbat sich von ihr Segen für die anderen und Läuterung der Verfluchten. So versuchte er Schadensbegrenzung zu betreiben, welcher die Hexe anrichtete. „Ihr Dunkelspeere seid hier, um euch an mir zu räch’n, ab’r ihr könnt mich nicht davon abhalt’n. Nich‘ vom Ritual und nich‘ von mein’r Macht!“, drohte die Voodoohexe, als sie ihren Dolch erneut erhob und Anstalten machte, diesen in den Körper des Trollwelpen zu rammen. Zuru erbat sich derweil einen Kampfsegen und sammelte den Zorn des Loas zu einem göttlichen Angriff. Zeitgleich durchschnitt die heilige Energie Ula’Teks sowie ein Pfeil den Oberkörper und die Hand der Hexe. In diesem Moment rannten die anderen Stammeskrieger auf die Hexe zu und nahmen sie in Gewahrsam. Währenddessen eilte Zuru auf den Tisch zu und erkannte, dass es sich tatsächlich um einen weiblichen Welpen handelte, der darauf lag. „Ruhig, Klene, wir tun dir nix…“, versuchte der Troll die Welpin zu beruhigen, die ihn mit aufgerissenen Augen anstarrte. Er schnitt mit einem Dolch die Fesseln durch und nahm das Mädchen auf seine Arme. Der Mutter dagegen wurde unterdessen gefesselt, sie bekam mit, was mit der Welpin gemacht wurde. „Chu’kay wird euch v’rfluch’n! Ihr nehmt ihm meine Tocht’r weg, de das ultimative Opf’r sein sollte! Dann wird er mächtig g’nug sein, um euch hol’n zu komm’n. Mene Tocht’r is‘ aus’rwählt, Chu’kays Macht zu trag’n un‘ an mich weit’rzureich’n.“ Diese Worte schrie Zakreshji Zuru und dem Häuptling, der sich zu Zuru gesellte, zu. Sen’jin machte eine eindeutige Geste und der Hexe wurde die Kehle durchgeschnitten. Mehr besessenes Gefasel brauchte es nicht. Vom Anblick versuchte Zuru die Welpin zu schützen. Doch mittlerweile war die Kleine ohnmächtig geworden. So entschied der Häuptling die Welpin mit ins Dorf zu nehmen und dort als Stammesmitglied zu integrieren. Zakreshjis Kopf dagegen wurde abgeschnitten und mitgenommen. Im Dorf angekommen wurde die bewusstlose Welpin mit Misstrauen angesehen, so dass sich Zuru entschied, die kleine Trollin unter seine Fittiche zu nehmen. „Sie soll all’s lern‘, bloss keine Kampfsegen oder Flüche“, befahl Sen’jin Zuru, welcher nur nickte. So begann der Schattenwandler seine Ziehtochter zu lehren.

Zurück zur im Traum-Jetzt
„Un‘ so kamste zu mir, Klene.“ Ernst beendete der alte Troll seine Geschichte. Tala sass auf ihrem Stuhl und schaute ihren Ziehvater mit grossen, orangefarbenen Augen an. Dann schaut sie auf den Boden. Für einige Minuten ist es still geworden in der Hütte. Nur das Blubbern des Kessels ist leise hörbar. Zuru betrachtet aufmerksam seine Ziehtochter. „Warum lehrst du mich d’nn nich‘ de Kampfseg’n von Ula‘Tek?“ Die Frage überraschte den Troll, dachte doch jener, sie würde etwas einfacheres als erste Frage wählen. Er schwieg einen Moment, ehe er seine Antwort preisgab. „Es war n‘Auftrag vom alten Häuptling Sen’jin. Er sagte, wohl in weis’r Voraussicht, dass sich and’re vor dir fürchten werd’n, wenn ich dich mehr als nur in Heilseg‘n ausbilden darf.“ Zuru erhob sich schwerfällig und wandelte zielsicher in sein Voodoo-Raum. Vor einem Regal befüllt mit allerlei Krimskrams wie Gläser mit Augen, Kräutersträusschen, Beutel mit Knochen, Federn und weiteren unheimliches Zeugs. „Weisste Klene…“, sprach er nun lauter, als er mit einem Seitenblick bemerkte, dass sich die Welpin nicht in den Raum traute, „nich‘ jed’r Loa kann dich heil’n. Aber Ula’Tek ist der Loa des Schicksals un‘ der Heilung. Se führte uns beide zusammen un‘ wird dich ein’s Tages weiterführ’n. Darum weis ich dich, in ihre Heilsegen ein. Falls du mal nen and’ren Stamm suchst, solltest du ihn unterstütz’n können. Als Heil’rin un‘ Priesterin kannste das tun.“ Nach einigen Minuten wandte er sich um, in seiner rechten Klaue ein Püppchen. Damit ging er zurück zur Trollin und vor ihr in die Hocke, um die kleine Trollin auf Augenhöhe zu sehen. „Ich werd‘ dich nich‘ in de Kampfseg’n Ula’Teks oder ein’s and’ren Loa einweihen, ansonsten entehr‘ ich den alten Sen’jin. Aber ich kann dir all’s über Voodoo-Heilung erzählen und lehr’n. Was du aber lern‘ willst, is‘ dir überlassen. Un‘ wenn du Kämpfen oder Flüche lern‘ willst, kannst du das ein’s Tages. Wenn du nur entschloss’n genug bist, es zu wollen.“ Mit diesen Worten überreichte er ihr das Püppchen. „Das is‘ Kouraj, der Mut. Mit ihr verlierst du Shirvallahs Seg’n der Entschlossenheit nie.“ Die Trollin nahm das Püppchen und betrachtete dieses. Es bestand aus naturfarbenem Stoff und bunten Fetzen. Ein kleiner, spitzer Zahn war mit einem Faden um den Hals der Puppe gebunden worden. Zwei schwarze Knopfaugen schienen durch die abendlich hereinfallenden Sonnenstrahlen zu funkeln, als würde Leben in der Puppe sein. Anstelle von Haaren wurde ein Stück Tigerpelz an den Kopf genäht.
Lächelnd drückte sie das Püppchen nach der eingehenden Musterung an ihre Brust. Aber ihr Blick wird wieder skeptischer bei der nächsten Frage: „Warum fürcht’n sich de and’r’n vor mir? Bloss weg’n mein’r Manman?“ Daraufhin nickt Zuru. „Se hab’n Angst vor dir, weil sie glauben, dass du von ihr verflucht wurd’st un‘ ein’s Tages genauso machtbesessen wirst, wie deine Mutta.“ Trotzig verschränkt Tala ihre Arme und meint bloss: „Ich bin nich‘ wie mene Manman.“ Grinsend wuschelt der Troll mit der Klaue durch die blaugrünen Haare seiner Ziehtochter. „Weiss ich doch. Deine Mutta war allerdings ne ziemliche Numma als Hexendok.“

Arena der Bluthunde, kurz vor der Klippe
Befand sich Un’tala vorhin noch im Körper ihres achtjährigen Ichs, kniete sie jetzt schweratmend im Sand in der Arena der Bluthunde. Sie hörte eine verzerrte weibliche Stimme lachen. Die Trollin blickte auf. Eine Kopie ihren nun älteren Ichs stand durchscheinend vor ihr und lachte sie aus. „Du packst es nich‘, Kleene.“ Mühsam rappelte sich Un’tala auf die Füsse und murmelte einen Kampfsegen Ula’Teks. Schlangen mochten Licht wirklich, aber bei Ula’Tek war es eine Form des Kampfes, da sie Licht und Wärme mochte. Ein gebogener Lichtstrahl durchschnitt den Körper der zweiten Un’tala. Diese lachte jedoch nur weiter aus und verspottete: „Gib auf. Du wirst nicht geg’n mich ankomm’n.“ Die Welpin fluchte und versuchte es weiter. Je mehr sie angriff und diese nichts bewirkten, desto mehr und schärferer Spott hagelte auf sie ein. Ihr Selbstzweifel… in Gestalt der Trollin selbst, riss Wunden auf. „Du wirst v’rsag’n un‘ zu nem Niemand werd’n. Du wirst sterb’n auf d’r Klippe.“, erniedrigte der Zweifel an ihrem Selbst herum. Un’tala’s Augen verengten sich.
Energisch und wild entschlossen sprach sie: „Ich v’rsage nich‘! Ich werd‘ Teil d’s Stamm’s werd’n... Kost’st was’s wolle!“ Mit diesen wütenden Worten und einem glühenden Blick begann sie einen Fluch zu murmeln, deren Wortlaut mit jedem einzelnen Wort mehr Entsetzen auf dem zuvor hämisch grinsenden Gesicht auslöste. Violetter Nebel begann ihre Klauen zu umwölken. Tiefer und dunkler wurde ihre eigene Stimmlage, während der Selbstzweifel, ihr Ebenbild anfing zu betteln: „Warte! S’kannst du nich‘ tun… Gnade!“ Die Trollin schüttelte nur den Kopf und sprach den Fluch zu Ende, die linke Klaue auf ihr Ebenbild gerichtet. Mit entschlossenen Augen sah sie, wie der Fluch als violetter Stachel im Körper des Gegenübers stecken blieb. Der Selbstzweifel schrie auf und fiel windend vor Schmerz zu Boden. Er zuckte noch einige Sekunden, als auch der Körper zu erliegen kam.
„Du bist bald soweit… Meinen Segen zu bekommen.“ Ein leises Lachen erklang in der Stille und ein breites Grinsen zeichnet sich in der Luft über dem Körper des Zweifels ab. Allerdings war es nicht die Stimme vor Shirvallah…



Schweiss gebadet schreckte die Trollin auf. Ihr Herz pochte laut in ihren Ohren. Sie blickte in die Dunkelheit. Durch das fahle Mondlicht, welches nur wenig zum Fenster hereinschien, sah sie die gewaltige Silhouette eines Raptoren vor sich, welcher sorgend den Kopf erhoben hatte. Dieser gurrte leise, stand aber nicht auf. „N’Traum… S’war nur n’Albtraum…“ Damit schüttelte sie ihren Kopf und legte die Klauen vors Gesicht. Als sie sich beruhigt hatte, lag in einer Klaue ein altes verwittertes Püppchen. Das einzige was ihr vom Albtraum hängen blieb, war ein einziges Wort… Bald.

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