Re: Von Trollen und Loas....

#11
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Heute beglich Knox seine Schuld bei Bwonsamdi - mit dem Stamm im Rücken.

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Sie kämpften sich durch untote Monströsitäten und mezelten wiederaufetstandene Skelette nieder.

Enyo und Knox wurden verletzt. Enyo traf es jedoch schwerer. Doch sie folgte den anderen tapfer weiter. Bis sie alle schleim und blutüberströhmt dem letzten Gegner gegenüber standen.

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Ein merkwürdiges Viech und äusserst erbost über den Besuch der Anduri.

Sie gaben alles. ... und siegten... doch.. was passierte da mit Akamé? Plötzlich, wurden ihre Augen schwarz wie die Nacht und... sie kam auf Knox zu. Dieser glaubte erst nicht was er sah. Misstrauisch hielt er geden das Wesen stand, welches Besitz von der Magierin ergriffen hatte. Das Wesen imitierte Bwonsamdi. Und fast hätte Knox ihm das geglaubt. Aber es half ihm nichts. Wütend sprach das Biest durch Akamé zu ihm. Las seine Gedanken. Versetzte Bradoc in tiefen schummrigen Schlaf und dann wollte es, dass Knox seine Gedanken laut aussprach. Er dachte an Enyo, die verletzt dort lag und an ihre Idee, die den Vogel vertreiben soll. Das Wesen wollte, dass er laut aussprach, dass er sterben wolle. Knox haderte mit sich. Er wollte nicht sterben. Und als er zu lange zögerte, wandte das Wesen Akamés Körper ab und nahm ein anderes Stammesmitglied ins Visier. Es wollte eine Seele, sofort. Knox Atmung wurde schneller, er wusste er musste etwas sagen. Das Monster abhalten. Aber war er bereit dafür zu sterben? „Warte.“ rief er. Das Wesen wandte sich ihm zu. Knox hatte sich entschieden. Er würde nicht damit leben können, wenn Bradoc, Enyo, Thinka oder einer der anderen Stammos sterben musste, weil er zu feige war, sich seinem eigenen Fluch zu stellen. „Sag es!“ sagte das Wesen mit Akamés Stimme. Und Knox tat es. „Nimm nicht einen von ihnen... wenn dann... töte mich...“ Auf der Stelle hob das Wesen die Hand, griff durch Knox‘ Brust hindurch und zog seine Seele aus ihm heraus. Hielt sie in der Hand. Knox‘ sterblicher Körper erstarrte, atmete nicht, bewegte sich nicht. Knox selbst, seine Seele starrte auf seinen Körper und konnte nichts tun. Es war als würde er... ja wie war das? Es war unbeschreiblich, mit nichts zu vergleichen. Er atmete ohne zu atmen, sah ohne zusehen, fühlte ohne zu fühlen. Die Zeit verging nicht, und dennoch raste sie dahin. Er konnte nicht sagen wie lange das Wesen seine Seele in der Hand hielt, welches schallend lachte und seine Macht mit jeder Sekunde auskostete. Dann verstummte es, blickte die Seele an und die dunklen Augen verfinsterte sich. „Ich nehme dich noch nicht zu mir.“ sprach das Ding in Akamé. „Wandle noch weiter auf dieser Welt, als Suchender. Werde stärker und besser. Irgendwann wird die Zeit kommen... und dann... bist du mein.“ die letzten Worte knurrte es fast. Dann warf es mit einer Handbewegung Knox‘ Seele auf seinen sterblichen Körper zu. Der erstarrte Körper fiel augenblicklich rücklings auf den Boden und Knox holte tief Luft als hätte er die ganze Zeit über unter Wasser getaucht. Er keuchte, und bekam weder mit, das Akamé zu Boden gesunken war, noch dass Enyo in ihrer Katzengestalt auf ihn zu hinkte. Erst als ihr warmer Körper den von Knox berührte, und er das Gewicht spührte, welches ihn leicht aber irgendwie angenehm nach unten drückte, wusste er, dass er noch lebte. Ihm war kalt und er zitterte leicht, versuchte zu verarbeiten was gerade passiert war. Er wollte Enyo fragen ob er nur geträumt hatte oder ob das gerade wirklich passiert war, doch ausser abgaktes Stammeln brachte er kein Wort heraus.
Fast zur selben Zeit, in der Akamé zusammen brach, erwachte Bradoc. Er war verwirrt. Hatte nichts von allem mitbekommen. Einige knieten um Akamé, bestätigten dass sie noch atmete. Schliesslich trug der grosse Bradoc sie aus der Höhle des Löwen.
Enyo blieb bei Knox. Wärmte ihn auf. Bis sie ihn schliesslich auf die Beine schubste und ebenfalls andeutete diesen Ort schnell zu verlassen. Knox verstand was sie meinte, aber gleichzeitig auch nicht. Er tat es einfach, umklammerte zittrig sich selbst und torkelte benommen den Weg zurück. Gefolgt von der verletzten Katzengestalt Enyos.



Sie sorgten für einen warmen Unterschlupf um sich auszuruhen. Knox erholte sich langsam von der Tatsache dass seine Seele seinen Körper verlassen hatte. Doch sprach er kein Wort und starrte nur vor sich hin. Er erinnerte sich an dass was geschehn war... und den Vogel der ihm immernoch folgte. Und es passte einfach nicht. Es passte nicht was das Wesen welches sich für Bwonsamdi ausgab gesagt hatte. Und es passte nicht wie vertraut der Vogel sich an Akamés Körper geschmiegt hatte als er auf ihrer Schulter sass und sie nicht mehr Herrin über ihre Taten war. Sie hatten sich aufgemacht um für die Informationen die der Loa der Knochen Enyo und Knox gegeben hatte, zu bezahlen....
Knox erwachte blinzelnd aus der Starre und sein Blick suchte das Lager nach Enyo ab. Seiner engsten Verbündeten im Kampf gegen diesen Fluch. Seine Hand war noch immer Verbunden. Thinka hatte sich sehr viel Mühe gegeben. Doch der Schmerz dieser verstauchten Kralle, war ein Witz gegen den, den er dem Stamm gegenüber verspürte. Und es machte ihn wütend. Wütend darüber sie einer gefährlichen Macht gegenüber gestellt zu haben, die scheinbar weit grösser war als vermutet. Wütend darüber, dass Enyo dabei schwer verletzt wurde. Wütend... das alles... seine... Schuld... war.
Als er seinen sterblichen Überresten gegenüber gestanden hatte, hatte sich etwas verändert. Als wäre etwas in ihm gestorben. Oder eine Finsternis hatte sich um einen Teil in ihm gelegt und ihn zerdrückt. Etwas war anders. War es dass was das Wesen gesagt hatte? Hatte es ihm Stärke verliehen und dabei etwas anderes an sich genommen? Einen essentiellen Teil der ihn einst ausgemacht hatte?
Knox starrte auf den Vogel. Er war verbunden gewesen mit dem Ding in Akamé. Aber gleichzeitig.... gleichzeitig hatte ihm etwas gefehlt. Vielleicht war es der Geist seines Grossvaters, der wieder weiter an die Oberfläche gekommen war... nicht vollkommen... aber spürbar. Und er hatte sich gewehrt. Die Augen des Vogels hatten nicht zu seiner Körpersprache gepasst. Der Schock der Ereignisse verschleierten diese Erinnerung.
Knox senkte den Blick. Fixierte einen Punkt vor sich auf dem Boden und sah zu wie die Umgebung verschwam. Die Gedanken krochen. Und er starrte nur.. starrte vor sich hin.

Re: Von Trollen und Loas....

#12
Tage waren vergangen. Wochen. Und in dieser Zeit passierte einiges. Knox entschloss, sich für Enyos Vorschlag zu öffnen und seinen Scheintod zu inszenieren. Sie besprachen die Angelegenheit mit Thoshi, der sich anbot die Sache durchzuziehen. Auch weil es den Bluthunden vorbehalten war, einen aus ihren Reihen zu töten.
Die ganze Geschichte sprach sich rasch im Stamm um. Fast jedem war klar, dieses Tötungsritual diente dazu den Vogel zu verarschen und ihn hoffentlich aus der Welt zu schaffen. Knox machte sich lange Zeit kaum Sorgen über den Ablauf. Immrhin sollte er nur zum Schein sterben. Das Ritual wurde in Rayhas Zelt ohne den Vogel durchgesprochen und geplant. Ausserdem musste er sich dem Vieh nicht allein stellen. Er hatte den Stamm im Rücken. Rayha würde mit ihm in die Geisterwelt gehen. Thoshi würde ihm Gift einflösen aber sein Körper würde unbewohnt sein. Es gab also nichts worüber er sich Sorgen hätte machen müssen. Ausser der winzigen Möglichkeit, dass der Vogel nicht verschwinden würde, wenn Knox sich tod stellte. Niemand wusste wie der Fluch sich verhalten würde. Bis er es dann tat...


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War n krazzes Fest. Síka hat sich wirklich alle Mühe gegeb‘n. Zusamm‘n mit Zuljierie. Ich hab davon nichts gewusst. Ich wusst‘ dass Síka ein Festmahl bereit‘n würde. Aba das es so viel werd‘n würd, hät ich mia im Traum nich‘ ausmal‘n könn‘. Un es wa‘ vadaamt lecka. Dea ganze Stamm wurd satt. Ich seh se, wie se kräftig rein haun, lach‘n un‘ gut gelaunt sin‘. So wie‘s sein soll. Den Moment werd ich nie meha vergess‘n. Un‘ so lang ich hia in der Geistawelt sitze, eingesperrt in Seelenbiss‘ Schutzwall, in der Dunkelheit, zusamm‘n mit Rayha, vasuch ich an die gut‘n Zeit‘n zu denk‘n. Zum Beispiel n Tag in Ratchet, an dem ich als Welpe in n Stamm eintrat. Oda als ich mit Enyo un‘ Zhadi durchs ganze Schling‘ndorntal gewandert bin um herauszufind‘n was es mit dem Vieh auf sich hat dass mich vafolgt. Oda die viel‘n Tage in der Bay mit na Flasche in dea ein‘ Hand und guta Gesellschaft. Aba auch der Tag an der Klippe... Scheiss egal wie viel Schiss ich hat‘ es wa‘ eina der best‘n Tage in meim
Leb‘n. Die Einsamkeit hatte endlich geendet. Ich wa‘ wieda Teil von etwas. Un‘ da sin‘ noch viel meha Erinnerung‘... Dea Tag an dem ich Bürge füa n neu‘n Welpo wurd. Un heute... die Gewissheit das es da Trolle gibt die zu mia halt‘n... dieses Gefühl hat ich ewig nich‘.
Jetz sitz ich hia. Halt Un‘talas Püppchen in den Händ‘n, Síkas Anhänga um den Hals, Vombus Fläschchen und Gloktas Beut’lchen in n Taschen und konzentriea mich auf alle gut‘n Momente, wär‘nd irgendwas an mei‘m innan zerrt. Es fühlt sich an wie damals, als dea Vog‘l, oda sein Besitza, besitz von Akamé genomm‘n hatte un‘ sie mein Geist aus meim Körper geriss‘n hat. Nua jetzt hab ich kein Körper aus dem man was reiss‘n könnt und es zieht un zerrt an meina Brust. Es tut nich weh, wahscheinlich dank Seel‘nbiss, aba es fühlt sich vadammt unangenehm an un ich brauch alle Kraft um nich zusamm‘ zu klapp‘n. Wenn icv nua wüsste ob dea Vogel wenigstens weg is. Ob es wenigstens einem Schritt in die richtige Riechtung gewesen is‘. Oda ob das ganze komplett Schief gegangen is‘. Ich hoff die Anduri in dea echt‘n Welt komm‘n kla‘. Un ich hoff sie find‘n ne Lösung. Ich weiss nich‘ wie lang ich dies’m Zerr’n noch entgeg‘n wirk‘n kann ohne verrückt zu werd‘n.....
Wie an dem Tag an dem Knox zum ersten Mal die Geisterwelt betreten hatte, versuchte der Vogel nun seinen Geist zu übernehmen. Daran erinnerte Knox sich nun, wärend er mit Rayha ausharrte und sörach sie darauf an. Vielleicht waren nicht nur die Seelen des Vogels und Knox verbunden, sondern auch die Körper. Und da Knox‘ Körper nun starb, starb auch die Hülle des Vogels. Und wie beim letzten Mal, fuhr er in Knox‘ Körper um ihn zu übernehmen. Doch dort war keine Seele die er hätte steuern können. Die Seele war eingeschlossen in der Geisterwelt und der Vogel spürte das. Mit aller Kraft versucht er nun Knox Seele zurück zu holen. Glokta hatte das begriffen und dem Stamm mitgeteilt. Worauf hin einige Anduri loszogen um den Notfallplan auszuführen. Die suche nach Kharr. Wie lange hatten sie dafür Zeit? Auch der Vogel hatte keine unbegrenzten Kraftreserven. Aber es fragte sich, wer zu erst nach geben würde wenn sie zu spät kamen. Knox oder sein Fluch.
Zuletzt geändert von Knox am Montag 12. August 2019, 13:08, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Von Trollen und Loas....

#13
Die Anduri hatten Kharr gefunden und zudem einen Freund von ihm. Die Welt ist nunmal ein Dorf. Bei dem Freund handelte es sich um Rip‘zha. Ein Troll desssen steriges Grinsen man schwer deuten konnte. Aber es gab keinen Grund ihm nicht zu trauen. Kharr traute ihm offenbar und das reichte vorerst. Als die Anduri Kharr und Rip‘zha erzählten worum es ging. Beeilten sie sich zur Klippe. Rip‘zha mehr aus Neugier. Noch wussten beide nicht worum genau es sich handelte. Sie wussten nur das Rayha, Kharrs ehemaliges Weib und ein gewisser Knox in Schwierigkeiten steckten.

Als sie die Klippe erreichten, handelte Kharr augenblicklich. Er liess Wasser besorgen und einen Schutz vor der brennenden Sonne errichten. Rip‘zha hingegen kam zaghaft näher. Erstaunt, verwundert. Er betrachtete den Troll dort am Boden und nun wusste er wer mit ‚Knox‘ gemeint war. Sein jüngerer Halbbruder Jakk‘nog. Nun lächelte Rip‘zha nicht. Besorgt trat er näher, beäugte den violetten Nebel um den Körper seines Bruders. Das Wiedersehen hatte er sich Anders vorgestellt. Wenn auch nicht freudiger.

Als fest stand dass es sich um einen Seelenfressenden Dämon handelte, der ebenfalls festsass, da Rayhas Muräne ihre beiden Seelen in der Geisterwelt einsperrte und schütze, bereitete Rip‘zha alles für eine Austreibung vor.

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Mit der geistigen Unterstützung von Glokta und Zuljierie führte er das Ritual durch. Untala flösste Knox das Gegengift ein. Thinka sorgte dafür dass die Körper keinen Schaden erlitten und Sika und River trommelten zur unterstützung der Trance einen bestimmten düsteren Rythmus.

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Thoshi hingegen hielt sich bereit. Er wartete darauf dass der Dämon angreifbar wurde und er ihn in Stücke hacken konnte.

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Das Ritual lief grösstenteils nach Plan. Zuljierie hatte das Meiste abgefangen, als der Dämon versuchte zurückzuschlagen und Rip‘zha zu unterbrechen. Auch Glokta fing einiges Ab und so sicherten sie den Ausgang des Rituals.

Rayha und Knox fanden ins Reich der Lebenden zurück. Wenn auch sehr schwach. Sie alle waren ausgezerrt von dem Energiefressenden Ritual und zogen sich rasch zurück. Nicht ahnend dass sich ein gewisser, amüsierter Loa herangewagt hatte um die Show mit anzusehen... und dabei eine Trollin entdeckte die ihm sehr bekannt war.....
Zuletzt geändert von Knox am Montag 12. August 2019, 13:05, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Von Trollen und Loas....

#14
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„Yo, Kleiner.“ Knox drehte sich verschlafen in seinem Schlafplatz. „Wachst du auf, mann!“ Ein Windstoss bliess Knox aus seiner Hängematte, gefolgt von düsterem dunklem Nebel. Knox knallte hart auf den Steinboden. Glücklicherweisse biss er sich nicht auf die Zunge als er mit dem Kinn zu erst aufschlug. Jedoch war das auch das einzig Gute was er berichten konnte wenn er von dieser Nacht erzählte. Seine Höhle füllte sich mit Rauch und der Schock vor dem Ungewissen liess Knox sofort auf die Beine kommen. Er wich zurück, stiess an die feuchte Steinwand und erkannte ihn. Er schwebte im Raum, formte sich aus dem Nebel, sass gelassen im Schneidersitz in der Luft und musterte den sterblichen Troll mit breitem Grinsen. „Geht doch.“ lachte Bwonsamdi. „W-w-was willst‘n du schon wieda!?“ fragte Knox an die Wand gepresst. Der Loa machte eine waage Geste, schwenkte die Krallen, neigte den Kopf nachdenklich. „Ich dacht mir, ich seh ma‘ nach mei‘m Schäfch‘n. Ob noch alles dran is‘ un‘.... drinn.“ Samdi lachte vielsagend und musterte Knox erneut. „Siehst gut aus mann. Hast wieder n wenig Farbe um die Hauer un‘ hier,“ der Loa rieb seinen Bauch, „hast auch wieder was auf‘n Knoch‘n. Guuut für dich.“ Verwirrt und verärgert zugleich starrte Knox zurück. „Du sagtest, es is‘ dia egal ob wa n Vogel los wer‘n oda nich‘. Was willst du noch von mia?“ Der Loa grinst. „Aber ich dachte, du willst vielleicht wiss‘n was mit deiner Familie is‘. Jetz, wo dein Fluch... weg... is‘.“ Aufvordernd, lockend, grinste Samdi den jungen Troll an. Knox starrte ihn weiter an. Bis ihn die neugier doch übermannte und er einen Schritt vortrat. „Dacht‘ ich‘s mir doch.“ zufrieden nahm Bwonsamdi in seiner schwebenden Position eine entspannt zurückgelehnte Haltung ein. „Ich denk‘, als letzter Überleb’nder dieses laaang’n Fluchs, un‘ weil euer kleiner Kampf auf der Klippe so erfolgreich wa‘.. für mich, hast du dir Wiss‘n verdient.“ Samdi legte gönnerhaft die Kralle auf seine Brust und zog die Brauen hoch. „Ausserdem, bin ich grade in guter Stimmung und will dir was gutes tun, nach all dem was du durchmachen musstest.“ Obwohl Knox den übertriebenen Sarkasmus in der Stimme des Loas erkannte, überhörte er ihn und wartete. Die Unwissenheit machte ihn fertig. Was hatte seinen Grossvater zu einem solchen Ekel gemacht und warum? Schweigend setzte er sich auf den kühlen Boden als Bwonsamdi ihn mit einer Handbewegung anwiess.
Also es war so, kleiner Troll. Viel Zeit is’ vergang‘ und viele Seel‘n kamm in mein‘ Palast seit dein Fluch sich aus dem tiefst‘n Nether in mein Geistreich verirrte. Viele Seel‘n... aber keine je von deiner Ahnenlinie. Dein Fluch war n Dämon. Und er wurd angelockt von dem Mojo meiner Seel‘n. Seel‘n warn seine Energiequelle. Ohne sie wäre er verhungert. Der verdammte Dämon schlich sich in mein Reich und stahl mir die Seel‘n. Leider bemerkte ich dies erst, als er schon zu Mächtig war um ihn einfach wieder ins Nichts zu stoss‘n... zu meiner Verteidigung, dieser Dämon war ein meisterlicher Gestaltwandler. Im übrig’n war das der Grund, warum ich dich zu Gonk geschickt hatte. N Zeichen... was du nich erkannt hattest..... Wie auch immer. Als ich den Dämon endlich erwischte, musste ich feststell‘n, dass es nur eine Lösung gab den gefrässigen Bastard im Zaum zu halt‘n. Also versprach ich ihm die Seele und alle nachfolgenden, von einem deiner Vorfahr‘n. Sein Name war................ ach, kein‘ Plan wie er hiess... Is‘ auch egal. Ich erinner mich aber dass er ein Ketzer war. Ein Unruhestifter. Zu seinen Lebtag‘n verbreitete er die Kunde, dass es kein‘ Wert habe den Loa zu huldig‘n. Dass die Kraft allein in den Troll’n selbst läge und es keine Loa gäbe die ihnen Macht geb‘n könnt‘n. Desshalb hab ich mir ihn ausgesucht un‘ so meine and’ren kostbar‘n Seel‘n gerettet. Gut dass der Dämon zugestimmt hatte. Er war nicht besonders klug. Nach dem Deal war es ihm unmöglich and’re Seel‘n zu fress‘n un‘ er musste sich was einfall‘n lass‘n um nich‘ zu verhunger‘n. Also sparte er sich die Seel‘n auf. Rationierte sie. Saugte so lange daran bis eine neue ihren Körper verliess. Und wärend er wartete, heftete er sich in der Gestalt von Tieren an die Nächste noch lebende Seele. Wartete auf sein Futter. Täuschte und log um sein wahres Wesen zu verbergen. Tötete sogar in dieser Gestalt wenn bereits Nachkommen in sicht war‘n un‘ immer so weiter, bis zu dir. Der Deal beinhaltete leider auch, dass ich dir und all deinen Vorkommen nicht Helfen durfte ihn los zu wer‘n. Zumindest nich‘ direkt. Du hast Hinweise bekommen, hast viele übersehn, aber am Ende hast dus doch geschafft. Mit Hilfe deines Stammes. Gut gemacht, kleiner.
Ach un‘ dein Vater... ich schätze er hatte einfach Glück. Vermutlich war die Seele deines Urgrossvaters noch zu gebrauch‘n. Un‘ als dein Grossvater deinen Vater ermordete, kam der Dämon zu spät um ihn vor dem Geistreich einzufang‘. Tja....

Un‘ jetz noch was anderes. Der Schädel da, den du mit dir rum trägst... der is‘ im übrigen nich‘ von mir....

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