Krieger der Schatten - Rückkehr eines Loa

#1
((OOC: So, auch wenn der alte Post von Taja noch nicht gelöscht ist, versuch ich mich jetzt an der Geschichte um ihre Rückkehr und das Wiedersehen ihres Bruders))

Es roch salzig und eine warme Brise überkam den Hafen, an dem das Schiff einlief. An Bord befand sich ein Krieger, der lange nicht aus dem Norden in den Süden gekommen war. Er trug die Rüstung eines Voodookriegers der Trolle, hatte hellblaue, fast weiße Haut, seine Augen ungewöhnlich eisblau. Er wirkte wie einer der Drakkari, war jedoch drahtig und schlaksig in seiner Gestalt. Auf dem Rücken trug er eine rituelle Hellebarde, seine Hauer waren lang, seine bläulichen Haare geflochten zu mehreren Zöpfen. Er betrat die Planken des Stegs, als das Schiff anlegte und begab sich in Richtung der Taverne. Überall liefen Goblins umher, trugen Kisten, handelten und feilschten. Zuletzt hatte er sowas in einem der Hordenstützpunkte im Norden gesehen. Er lief die Dünen hinauf zu dem kleinen Gasthaus von dem sein Informant ihm erzählt hatte. Ein weiterer Goblin lief aufgeregt auf ihn zu, wollte ihm etwas zu trinken anbieten. Er gab nur ein "Nein mon, im Moment noch nich ich such jemand'n.", zu bedenken. Der Goblin grinste nur und ging zu den anderen Gästen zurück, die aus Piraten, Gesinde und Händlern zusammengewürfelt waren.
Doch da fiel sie ihm auf, eine junge Trollin, betrunken, mit einer Wasserpfeife in der Ecke des Gasthauses. Ihre Augen leuchteten rötlich, ihre schwarzen Haare waren zu einem Kamm aufgestellt und endeten in jeweils zwei Dreads, die ihr über die Schulter hingen. Sie trug knappe Kleidung, ihre Waffen, zwei Keulen im Stil der Eistrolle waren gegen die Wand des Gasthauses gelehnt. Er ging auf sie zu, setzte sich mit einem grinsen. "Taz Sistah", kam über seine Lippen. Sie schaute auf mit einem schmerzverzerrten Gesicht. "Was mach dia hia mon?!", war ihre Antwort. "Dia n Hintan rett'n so wie et aussieht. Wie lang is dia schon hia in Ratschet?!", entgegnete der Troll. "Zu lang... mia hat ... hat ... wat arraicht.", war ihre Antwort als sie wegnickte. Plötzlich kam ein Goblin mit einigen Raufbolden und einem frechen Grinsen.
Der Troll fuhr herum verzog das Gesicht zu einem Grinsen. Der Goblin gab nur ein "Macht sie fertig." von sich. Der Troll grinste noch mehr. "Stopp, kleine Grünhaut. Wenn dia maina Schwesta zu nahe kommt macht mia dia zu nen Opfa füa Sserratus! Lass das draußn kläan un lass da kleine in Ruh.", sagte er in ruhigem gebrochenen orcisch.
Der Goblin schaute völlig perplex, sah das Hordetattoo auf dem Unterarm und das Tattoo der Drakkari auf dem anderen. Dann grinste er. "Alles kla, Überläufer.", war seine Antwort und er ging mit seinen Raufbolden vor die Tür. Der Troll folgte ihm, die Waffe gezogen und bereit. "Also, deine Kleine da schuldet mir Geld, ne Menge!", sprach der Goblin mit grinsender Mine. "Wie viel mon?", fragte der Troll. "Zu viel als dass einer wie DU das hier bezahlen könnte..." Der Goblin rieb sich die Hände. "Dann hab'n wia jetz zwai Möchlichkait'n: Eastns, dia nennt mia den Betrag un mia zahlt et un zwaitns mia macht dia un daine Söldna featich un iha kommt nie wieda." Die Goblins lachten lauthals. Der Troll grinste. "Mia nimmt an iha wollt mia Geld nich aye?" Er griff sich an die Hauer und verzog sein Gesicht immer mehr zu einem grinsen und legte die Hellebarde bei Seite. Die kleinen Grünhäute schauten noch perplexer als zuvor, erhoben aber ihre Streitkolben und Schilde. "Raufbolde, Angriff.", war das letzte was der Goblin sagte. "Dia will Stress, dia kriecht Stress.", antwortete der Troll und wich mehreren Hieben der Goblins aus. Zugleich verteilte er mit seinen Füßen mehrere Hiebe und schlug zwei der Raufbolde mit gezielten Tritten zu Boden. Drei weitere kamen auf ihn zu und umzingelten ihn. Der Troll grinste immer mehr. "Dia kenn mia nich, das is gut.", sagte er dann, verteilte im Wechsel mit Ausweichmanövern immer wieder Hiebe und Tritte. Was die Goblins nicht bemerkt hatten, er nutzte Voodoomagie im Kampf. Nur wenige Augenblicke später hatte er die Jungs ausgeknockt, sie konnten nicht mal mehr aufstehen und waren mit Blessuren übersäht. Der letzte von ihnen, ein Raufbold, der sich bis jetzt wacker geschlagen hatte, konnte kaum mehr seinen Streitkolben halten. Die Waffe fiel ihm aus der Hand und er fiel auf die Knie. "Leg dia nich mit Jarakh an sacht mia dia. Was schuldet se dia noch, Grünling?", fragte er dann grinsend.
Der Goblin wurde dunkelgrün vor Zorn. "Du hast meine Wache platt gemacht. Eure Schulden werden dadurch nur noch höher du dummer Troll!", rief er. "Sei froh wenn mia dia am leb'n lässt mon. Is nich jedamans Sache geg'n n Drakkari zu kämpf'n." , antwortete er in ruhigerem Ton und begab sich wieder zur Taverne. Seine Schwester lag immer noch da. Er griff sich ihre Waffen und die Trollin, bezahlte ihre Rechnung beim Wirt und verschwand mit ihr auf das Schiff mit dem er gekommen war...

Stunden später erwachte sie mit einem dicken Kater. Ihr Kopf brummte, die salzige Luft des Meeres umgab sie. Wo war sie mit einmal?! Vor ihr tauchte plötzlich wieder die altbekannte Gestalt auf. "Nochma Taz dia", sprach er und grinste. Wie sie sein Grinsen hasste, dieser Idiot hatte ihre Pause verhindert, nie wusste er auch nur im entferntesten, was eine Trollin will. "Aye taz Jarakh, warum hat dia nach mia jesucht du Idiotas?" Er grinste breit. "Da Kriech is vobai, de Legion is zurückjekeaht un mia wollt dia mitnehm zum Dämon' un Elf'n ripp'n eh." Sie schaute ihn perplex an. Wie lange war sie in dieser Taverne versackt?! Scheinbar zu lange, nachdem sie sich vor über einem Jahr aufgemacht hatte, um die Nordloa zu heilen. Sie schaute ihn bedrückt an. "Dämon' ripp'n, Spitzoan ripp'n... aye... aba mia muss da noch was anres tun...", sprach sie bedrückt. "Wo fah'n wia grad hin?", fragte sie dann. Er lächelte. "Wia sin aufn Wech nach Schlingndorn, zu de Dschungltroll'n. Mia soll alle Stammos füa den Kampf anweabn." Sie lachte. "Das wiad dia nich schaff'n." Ihr Bruder wurde nachdenklich und schaute verwirrt drein. Daraufhin erzählte sie ihm die ganze Geschichte, wie sie zu den Anduris kam, von Zebwa und all den anderen. Und dass sie mitten in ihrer Welpenzeit abgehauen war, um ihre Loco Missiona durchzuführen, leider mit wenig Erfolg. In Ihrem Beutel hatte sie jedoch Dinge, die Jarakh nichts angingen, noch nicht, denn er war stolz auf seine Herkunft, zu stolz.
Als sie Stunden später den Hafen von Bootybay erreichten, war sie glücklich, sie roch den Gestank von Pisse, altem Fisch und Salzwasser. Das war ihr neues Zuhause, hier gehörte sie hin, mehr oder weniger. Auch hier liefen viele Goblins rum, doch hatten diese wenig übrig für die beiden Trolle. Sie wandte sich zu ihrem Bruder. "Dia kennt dein Auftrach, mia muss noch wat im Dschungl aledig'n in ain paa Tag'n is mia wieda bai da Duris.", sagte sie und wandte sich zum Ausgang der Stadt.

Einige Tage vergingen in der Bay, bis sie wieder zurückkehrte. Sie hatte seither Zul'jarakh nicht mehr gesehen. Und die Rückkehr verlief auch nicht so wie sie es sich vorgestellt hatte, doch die Rituale waren wichtig. Ein Troll namens Glokta nahm sie auf, dem sie ebenfalls ihre ganze Geschichte erzählte. Als sie ihm sagte wer ihr Bürge war enttäuschte er sie erstmals, denn Zebwa war auf unbestimmte zeit verschwunden und so musste sie sich einer neuen Bürgin unterstellen. Ihr Name war Rayha. Sie hoffte, dass diese neue Bürgin genauso freundlich wäre wie ihre alte...

Tage vergingen, Aufgaben wurden erledigt, sie tat ihr bestes, um ihre Bürgin nicht zu enttäuschen, nein sie zufrieden zu stellen. Zul'Taja war zufrieden mit sich, hatte sie doch in der Zeit schnell neue Freunde gefunden wie den Elfen Magal, ihren Sippenbruder Xaghan, Jontil, Vinjai. Sie hatte entgegen der Regeln mehrfach versucht mit einigen von ihnen anzubandeln, da sie es Leid war allein zu sein, doch ohne Erfolg und mit dem Ergebnis von Hiraki verbal eins auf den Deckel zu bekommen. Daraufhin beschloss sie, sich ganz dem Studium der Elemente zu widmen, mit ihnen in Einklang zu geraten und die Prüfungen zu bestehen. Plötzlich konnte sie Stimmen hören, Stimmen von Präsenzen die sie zuletzt im Norden vernahm... waren das? Das konnte nicht sein! Oder doch? Sie lauschte den Stimmen, konnte jedoch nicht vernehmen wem sie gehörten, noch nicht....

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