Re: Opfer für das große Ritual

#2
Der Sandteufel zeigt sein Gesicht

Die Klaue wurde in die schwarze Farbe getunkt, leise murmelte Enzoh dabei die alten Gebete seiner Sippe. Schwarz und weiß würde am ende die Totenmaske sein, die sein Gesicht ziert. So war es brauch so begann jede jagt.

Wenn das Opfer nicht körperlich sterben durfte, so zumindest am Ende ein Teil seines Verstandes, Mueh‘zalas Anteil! Langsam nahm die Maske Gestalt an, Enzoh spürte die Verbindung die dadurch entstand.
Er ging als Anduri auf die jagt, als Bluthund und als ein Bote des Totenwächters im Sinne seiner Herkunft.Entschlossen griff er nach seiner Waffe, auch sie hatte extra für den Anlass eine Weihe in der Wüste erhalten.

Eine drohende Verheißung lag über dem Kampfplatz, die Feuer schickten den schwarzen Rauch in den Himmel. Trommeln erklangen und stimmten die Krieger auf den Kampf ein. Enzoh lauschte den Klängen in der Arena. Hörte wie Sieger entstanden und Leben beendet wurden, noch ein Kampf dann war seine Zeit.

Der dunkle steinerne Gang in die Arena war kühl und kurz man konnte schon die aufgeheizten Rufe der Zuschauer hören. Dann erklang die Stimme des Ansager, er heitzte die Stimmung noch einmal richtig an. Versprach dem Publikum eine Show die sie so schnell nicht würden vergessen können.
Enzoh grinste, wenn er wüsste wie recht er mit der Aussage haben würde.

Eine runde Arena, sandiger Boden und ein paar große Felsen, die als Deckung platziert waren besser hätte es nicht sein können. Seine Schritte waren entschlossen hoch erhoben betrat er die Arena nun also begann es, der Sandsturm zog auf…

Die Gedanken seines Gegners konnte Enzoh mit einem Blick erfassen. " Was gegen diese Vogelscheuche soll ich kämpfen!?"

In der tat hatte Enzoh die typische Gestalt eines Sandfury. Kleinerer Körper - sehniger Muskel Aufbau, imposant wirkte dort gar nichts. Aber sollte der Gegner ihn unterschätzen es war nur sein Vorteil. Über Generationen hatte sein Volk Kampftechniken entwickelt die genau darauf abzielten diese körperlichen Attribute auszunutzen. Beweglichkeit, Schnelligkeit, die nötige Kraft entstand aus dem zu zusammenspiel.

Dröhnende Rufe entbrannten als der Kampf zwischen den ungleichen Gegnern begann. Der Mensch der sich Enzoh in Rüstung entgegen warf, hatte das Potenzial der brachialen Kraft. Massiger muskulöser Körperbau, gespart mit einer stattlichen Größe die einem Troll gleich kam.

Dieser Tanz war zu ehren seines Loa! Enzoh duckte sich immer wieder im letzten Moment unter dem Schwung des Zweihänders hindurch, drehte sich aus den Hieben.
Die Zuschauer folgten gebannt, als der Krieger es schaffte, den bis dahin behänden Troll ins straucheln zu bringen. Als Enzoh im Sand landete hätte man meinen können niemand wagte es zu atmen oder zu blinzeln als könnten sie etwas verpassen.

Die Klaue griff in den Sand, Muskeln spannten sich beim Versuch aufzustehen schwere Schritte rannten auf den Troll zu der noch immer am Boden kniete. Die Klinge blitzte durch die Luft. Die Schneiden beider Waffen rutschen funken schlagend übereinander bis sie sich verkeilten.




Beide Kämpfer standen sich so dicht gegenüber, dass sie den Atem des jeweils anderen spüren konnten. Gelbe drohende Augen funkelten aus der Totenmaske dem Menschen entgegen, dann verzog sie sich zu einem lachen.Was sein Gegner lachte!? während er unterlag. In der Miene des Menschen flackerte erste Angst auf.

Ein leises heulen kaum hörbar durchzog die Arena der Sand kräuselte sich leicht.
Enzoh starrte noch immer seinen Gegner an. "Weisst du wie es is zu ertrinken? " sprach er leise
Noch mehr Angst wallte in dem Menschen auf, man konnte sie riechen! Wie kam der Troll darauf hier war kein Wasser!

Mit einem Ruck sprang Enzoh zurück, trennte die Klingen und lies die spitze seiner, bei der Landung bogenförmig eine Linie um ihn herum in den Sand malen. Dunkle Worte folgten, beschwörende Rufe ließen das heulen zunehmen.

Selbst der Ansager der eifrig alle noch so kleinsten Wendungen im Kampfverlauf kommentiert hatte, blieben die Worte weg, bei dem was dann geschah.

Die Sicht auf die Arena wurde von einem Sandsturm verdeckt. Ein Wirbel aus Sand hüllte die beiden Kämpfer ein, gelegentlich konnte man ihr Silhouetten ausmachen. Doch kämpften sie noch? Es schien eine Ewigkeit zu dauern.

Dann so plötzlich wie er erwacht war sackte der Sand in sich zusammen.

Die Zuschauer streckten sich um zu sehen was aus den Kämpfern geworden war als nächstes folgte eine Welle des Aufschreis. Nur einer der beiden hockte auf einem Felsen den Würfelbecher in der Klaue.

Die Totenmaske zu einem grinsen verzogen. "de Würfel ham entschieden…"

zu Enzoh‘s Füßen lag der Mensch, einen Arm Hilfesuchen nach dem Troll ausgestreckt,
die andere Hand an seine Kehle haltend. Die Augen verrieten das er noch lebte, aber sein Gesicht nein seine ganze Gestalt hatte mehr Ähnlichkeit mit einer ausgetrockneten Mumie.
Im Körper war nur noch so viel Flüssigkeit, das er überlebte.

Ansonsten war er ausgetrocknet. Enzoh hatte keine mühe seine Beute aus dem zu großen Panzer zu schälen. Mit entschlossenemGgriff packte er nach dem Arm des Kriegers, „ de Tanz is zu Ende“ er warf dem Ansager einen Blick zu "der Sandteufel nimmt seinen Tribut"
mit diesen Worten drehte sich Enzoh um und schleift seine Beute aus der Arena.

Er hatte den Ausgang fast erreicht, als er den aufbrandenden Beifall hört.
"die Haltens echt füa ne Show.." er lachte leise "mach dia bessa keine Hoffnung Mensch der tanz geht noch weita". Enzoh hatte immerhin ein Opfer für das Ritual abzuliefern.

Re: Opfer für das große Ritual

#3
Von einer Anhöhe aus beobachteten die beiden Bluthunde den Verlauf der Schlacht. Die Schreie der Verwundeten, der Gestank von Blut und Exkrementen und des überall aufsteigenden Rauches, erfüllten die Nacht.
Bouthash deutete auf eine kleine Gruppe Allianzkämpfer, die seitlich ausbrach und sich im Schutz der Nacht die Anhöhe herraufarbeiteten. Oh oh oh,oh,
wie sie rennen, die kleinen Häschen
kicherte Hiraki und nickte Bouthash zu, der sich bereits verwandelt hatte und in die Richtung des Deserteure trabte. Mit einem amüsierten Glucksen verschwand auch die Bruhja in der Nacht.

Zu viert waren die Gefährten dem Todeskessel entkommen. Jetzt versuchten sie ungesehen zu bleiben, während sie die Schreie ihrer Mitstreiter hinter sich ließen. Tokrim sicherte mit seiner Flinte nach hinten, während Indralion, als Hochelf mit der besten Nachtsicht ausgestattet, den Weg vorgab. Zwischen ihnen schnaufte Benno, der in dem schweren Rüstzeug nur langsam vorankam und Liann, deren ehemals weiße Robe nun von Blut und Gedärm ein rostiges rotbraun aufwies. Nur fort, darin waren sich alle vier einig, und scheiß auf die Rache für Theramore. Nur noch wenige Schritte trennten die vier vom Rand des schützenden Waldes, als Indralion plötzlich stehenblieb und reglos in die Nacht spähte. Benno, die schwere Axt in den Fäusten, stapfte nach vorn und versuchte zu erkennen was der Elf entdeckt haben könnte, der Schrei erklang. Liann, eben noch direkt hinter ihnen war fort, zwischen den Felsen verschwunden als wäre sie nie dort gewesen. Auch Torkim war herumgewirbelt, der Lauf seiner Flinte schwenkte zwischen den Felsen entlang, auf der Suche nach einem Ziel.
Ein leiser Singsang begann gerade am Rande des hörbaren, eine Melodie getragen von einer der gutturalen Sprachen der Horde. Das Lied schien von überall und nirgends zu kommen. Wie so viele Male zuvor drängten sich die Gefährten Rücken an Rücken, die Waffen im Anschlag, die Blicke in die umgebende Dunkelheit gerichtet. Von der Seite flog etwas zwischen den Felsen hervor, rollte auf sie zu und blieb vor Bennos Füßen liegen. Verzerrte Züge im blutigen Gesicht erzählten vom Schrecken der letzten Sekunden Lianns auf dieser Welt.
Nur einen Augenblick später erschien der Tiger auf einem der Felsen, die Klauen und Reißzähne mit Lianns Blut besudelt. Mit einem Schrei aus Wut und Verzweiflung stürmte Benno vor, ohne das der der Warnruf Indralions ihn wirklich erreichte, schwang die schwere Axt in einem weiten Bogen. Tokrim brachte die Flinte in Anschlag,...und ließ sie wieder sinken. Entsetzen zeichnete sich auf dem Gesicht des Zwergen ab, als er seinen eigenen Händen dabei zusah, wie sie die Waffe drehten und ihm selbst den Lauf in den Mund schoben. Ah ah ah, besser du drückst nicht ab, Häschen erklang es dicht an seinem Ohr, ohne das jemand zu erkennen war. Bennos Axt jagte indes direkt auf den Schädel des Tigers zu und schlug eine Scharte in den Fels, wo eben noch die Raubkatze gestanden hatte. Schnaufend riss der Krieger die Waffe hoch, als das Gewicht seines Gegners ihn seitlich traf und zu Boden riss. Er schaffte es noch, den Griff der Axt hochzustemmen. Heiß und mit dem metallischen Geruch nach Blut strömte der Atem des Tigers über sein Gesicht, während dessen Krallen über seine Rüstung rissen, nach Schwachstellen suchend.
Indrallion ´s Hände webten ein komplexes Muter in die Luft. Trotz seiner Erschöpfung legte der Hochelf soviel Kraft wie möglich in seine Eislanze. Liann war tot, aber Benno konnte er retten. Leise klirrend formte sich innerhalb eines Lidschlags der eisige Speer vor seinen Händen, als sein Gesicht sich zu einer Maske der Agonie verzog. Der Zauber brach in sich zusammen, die Hände des Elfen bedeckten sein Gesicht als eine Welle von Schmerz durch seinen Leib brandete.
Ein weiterer Schrei durchzog die Nacht, als Krallen sich zwischen Rüstungsplatten bohrten und Bennos Axt den Händen des Kriegers entglitt. Nur bruchteile einer Sekunde später verwandelten die Reißzähne Boutash´s die noblen Züge des Kriegers in einen blutigen Brei aus Hirn und Knochensplittern. Auch Indrallions Kampf endete, gnädige Ohnmacht löste den Schmerz ab und er glitt zu Boden.
Tokrim zitterte am ganzen Leib. Der Tod seiner Gefährten, die verlorende Kontrolle über seine eigenen Hände und der Lauf seiner Flinte zwischen den Kiefern, alles das war mehr, als der Zwerg ertragen konnte. Panisch folgte sein Blick dem Tiger, der näher trottete und sich in einen nicht minder blutigen Troll verwandelte, der ihn Böse angrinste. Eine Hand legte sich auf Torkims Schulter, neben ihm erschied ein weiterer Troll, ein Weibchen in Roben, das leise vor sich hin kicherte und irgendwas zwischen den Fingern ihrer Hände webte. Beider Hände. Aus den Augenwinkeln erhaschte er einen Blick auf seine Schulter, wo noch immer die Hand mit leichtem Druck lag..nur die Hand. Ne Fee und n Zwerg, mia denkt das reicht Bouthash griff nach dem Hochelf, begann damit ihn zu verschnüren. Sanft entwand Hiraki dem reglosen Zwerg die Flinte, warf sie beiseite. oh oh oh, ihr beidn werdet geehrt erklärte sie dem Zwergen ernsthaft Schonmal auf ner Troll Feier gewesen?
Zurück blieben nur zwei Leichen, die Brustkörbe geöffnet, die Herzen entfernt und Lianns Kopf, der auf einen Speer gerammt den Ort des Kampfes aus leeren Augern überblickte.
Bild

Re: Opfer für das große Ritual

#4
(Vin ist zwar kein Bluthund aber sie hat trotzdem was "gefunden")

Neugierig wie Vin´jai ist huscht sie immer auf Deckung bedacht zum grösseren der beiden Allianzlager
"mal seh´n ob se uch nix zum fressen hab´n" dachte Vin bei sich.

Sie kletterte auf einen der Hügel von dem aus man wie sie wusste über ide Ballustrade des Lagers sehen konnte.
Im Lager sah alles so aus wie immer, ein Paar Menschen , Draenei und Worge liefen hin und her, zwei gelangweilte Zwerge hielten
Wache.

Es sah nicht so aus also ob die Typen in dem Lager auch unter dem Fluch leiden mussten, konnte man doch riechen das es bald was zu Futtern gab
da unten, und richtig aus einem der Zelte traten zwei Typen mit einem Kessel Futter, stellten ihn ab, fingen an den Inhalt zu Verteilen.

Vin beobachtete das treiben noch ein wenig, wollte sich gerade auf den Rückweg machen als sie einen der Worgen durch den kleineren der beiden
Zugänge aus dem Lager huschen sah, ganz so als dieser nicht gesehen werden wollte, ihre Neugier meldetet sich erneut, also schlich sie dem
Worgentyp hinterher " woll´n wa ma seh´n wat dia voahat" dachte Vin grinsend.

Der Worg schlich in den Dschungel ein gutes Stück weg vom Lager auf eine kleine Lichtung, dort richtete er sich scheinbar darauf ein auf
irgendetwas oder jemanden zu warten.

" Dat is ja schon ne Einladun´" denkt sich Vin und sieht sich um, ihr Blick bleibt auf einem Stein hängen, ungefähr doppelt so groß wie ihre Faust.
Grinsend greift sie danach, prüft das Gewicht, pirscht sich an ihre "Beute" herran, der Worg sieht und hört sie wohl nicht bis der Stein auf seinen Schädel
kracht under besinnungslos zusammensackt.

Mit einiger Anstrengung hieft Vin den schlaffen Körper auf ihre Ratte " hätt nich bessa lauf´n könn´n" und macht sich auf den Weg in Richtung
Arena " vielelich trifft mia ja wen dea mia den abnimmt ... dann ham wa ein´n meha füa et Opfa heut Abend"

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste

cron