Alles hat sein Ende....

#1
* Wind weht durch die Bucht. Er trägt den feuchten Duft des Dschungels mit sich. Aber nicht nur diesen. Man muss nicht unbedingt sehr feinfühlig sein um zu bemerken, dass noch etwas anderes in der Luft schwingt. Ein Gefühl, Kribbeln auf der Haut. Zeitgleich hört der kleine Wasserfall an der Felsenwand hinter Boot auf zu plätschern. Das Wasser dort versiegt, als wäre es zu Ende. Aus Nixraxx Schenke ist noch reges Treiben zu hören, als plötzlicher Tumult aufkommt. Ein Krug wird drinnen an die Wand geworfen.
"Schenk deine umgekippt Plörre einem anderen Deppen aus!" hört man einen verärgerten Goblin rufen, der daraufhin wütend die Taverne verlässt. Verwundert schauen ihm die anderen Gäste nach und widmen sich dann wieder ihrem eigenen Getränk. Die ersten nippen, stutzen und lassen angewidert ihr Glas sinken. Wein schmeckt umgekippt ebenso wie alle anderen Getränke die nun modrig und schlecht schmecken. Das Essen auf den Tellern ist plötzlich mit Schimmel überzogen.
Alles, was nicht innerhalb kürzester Zeit konsumiert wird, fängt plötzlich an schlecht und ungenießbar zu werden.
Trotz des Windes in der Bucht kann man eine einzelne Wolke am Himmel erkennen. Die Form, als würde eine Schlange sich wütend und drohend aufrichten*

((sodele, dass ist der Anfang zu einem Rp, an dem nun jeder teilnehmen darf. Da ich heute abend nicht on bin, mache ich hier quasi den Auftakt.
Hintergrund ist, dass Ula'thek massiv angepisst ist. Alles an Nahrungsmittel verdirbt nun kürzester Zeit, wenn man es nicht sofort aufbraucht
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Nimm das Leben nicht so ernst, du kommst da eh nicht lebend raus...

Re: Alles hat sein Ende....

#2
Glokta hat geschrieben:
Montag 23. Oktober 2017, 09:25
Es gab selten Ruhe im Dschungel, irgendwas gab es immer. Eine kleine Katastrophe hier, eine andere dort. Doch diesmal war es etwas Besonderes. Etwas, das den Stamm als Ganzes betraf. Unruhig machte sich Glokta auf, wieder den Hohlweg hinauf zu Hir'eeks Altar, vorbei an den alten Mauern bis zu dem Platz an dem Hir'eeks Totems standen, bis zu dem unscheinbaren Hauptaltar,

Sorgfältig packte er seine Gerätschaften aus, eine Opferschale, ein Messer, Feuerstein. Aus einem Ledersäckchen entnahm er ein Auge, legte es in die Schale, goss Blut dazu und erhitzte es auf einem kleinen Feuer. Dann begann er im Abendlicht vor dem Altar zu tanzen.

Lange tanzte er, länger als sonst. Doch als fast alles in der Opferschale verkocht war verdichtete sich eine Präsenz um den Altar und Glokta hörte Hir'eeks Stimme in seinem Schädel. "Ich weiss. Warum du hier bist. Es ist das hier, nicht wahr?" Hir'eek hatte die Gestalt eines männlichen Trolls gewählt und machte eine umfassende Geste mit dem linken Arm. Und Glokta sah.

Hütten von altem Gemäuer umgeben, im Grün des Dschungels. Trollhütten. Die Anduri-Siedlung. Doch die umschliessenden Mauern verblassten und machten einem Schlangenkörper Platz. Eng umschloss dieser die Hütten. Es schien fast, als lege sich der Schlangenkörper immer enger um die Hütten, so als würde sich der Körper einer grossen Schlange um ein Opfertier legen, es immer weiter zerdrückend, zerquetschend. Bei jedem Ausatmen wieder etwas enger, aber niemals lockerer werdend.

Glokta stöhnte leise. "Ja. Deswegen bin ich hier. Was kannst Du mir sagen, was kannst Du mir zeigen, Hir'eek, Meister?" Die Gestalt wandte sich wieder Glokta zu, die Haut wechselte zwischen den Farben des Himmels und des Nebels und Hir'eek sprach. "Du hast fast alles erfahren. Ein Teil fehlt. Sie ist nicht allein in dieser Sache. Einer der Ghede leitet sie."

Gloktas Atem entwich ihm für einen Moment. Einer der Ghede ... "Welcher ist es, Hir'eek, welcher ist es? Hast nicht du selbst einen Aspekt als Ghede?" Hir'eek schwieg einen Moment bevor er antwortete. "Gewiss. Doch mir ist es gleich. Ein Toter wird genommen, ein Toter wird gegeben." Er spürte, wie Hir'eek das Interesse an der Sache verlor, ein Hauch von Verzweiflung mischte sich in seine Stimme. "Was ist mit den Anduri, jene, die auch in deinem Namen reiten? Sie vergehen in Ula-teks Griff. Ist Dir das auch gleich?"

Ein Wind kam von Westen auf, ein erstes Schimmern des Tageslichts liess sich erahnen. "Suche den Hüter. Der, der über die Ruhe derer wacht, die vom Leben in den Tod gegangen sind. Eile dich. Und nein, es ist nicht der Wächter, der bei ihr ist" flüsterte Hir'eek in Gloktas Kopf, oder war es der Wind, der um seine Ohren spielte und ihm die Worte einflüsterte. Fluchtartig verliess Glokta den Altar, lief den Hohlweg hinunter zu seiner Hütte. Hastig packte er ein paar DInge ein, dann machte er sich auf den Weg. In Booty Bay nahm er ein Boot nach Ratchet, von da aus reiste er an die Küste von Durotar bis er schliesslich ein Totenfeld erreichte.

Unschlüssig, wie er beginnen sollte setzte er sich an den Rand des Feldes während der Tag sich seinem Ende zuneigte. Schritte nährten sich und Glokta blickte auf. Ein Troll näherte sich langsam, gross, schlank, in Braun und Violett gekleidet. Gelb leuchteten seine Augen aus einem fahlen Gesicht. Glokta stand auf und schaute den Ankömmling an.

"Bist weit weg vom Dschungl, Schattenjäger. Hast dir Zeit gelassn bis zu mir kommst. Jetzt, wo es nicht mehr anders geht" sagte der Troll. Glokta antwortete "In allem ist es wie du es sagst, Hüter der Knochen, Wächter der Ruhe der Seelen. Ein Bittender steht vor dir. Nicht für sich bittet er, sondern für den Stamm der Anduri."

"Ja ja Mann. Ist gut, ist gut. Ich weiss" unterbrach ihn der Troll. "Schon klar. Und ... warum soll ich dir helfen?" - "Nicht mir, dem Stamm." Der Troll verdrehte die Augen nach oben. "Und warum soll ich ... euch helfen? Tot seid seid ihr eure Sorgen los, Mann. Und gehört mir." - "Oh niemals Satter! Wie viele haben wir dir schon geschickt, und wie viele werden wir noch schicken? Leben wir eine lange Spanne schicken wir dir viel mehr."

"Das werdet ihr. Und du, du wirst deine Trommeln in meinem Namen schlagen. Und sie wird ihr Tun enden. Rippn soll sie. Doch der Zeit lässt sie ihr Recht und wehrt sich nicht. Dienen soll sie der Schlange und der gesamte Stamm erneuert seinen Respekt gegenüber der Schlange." - "Du hast meinen Dank, grosser Hüter. Und es soll so geschehen wie du es bestimmst."

Der Troll wandte sich zum Gehen, doch drehte er sich noch einmal um. "Du sieh dich vor, Glokta Randi'jin. Ich werde auf dich warten ... auf der anderen Seite."
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Re: Alles hat sein Ende....

#3
* ruhig ist es in der Bay. Vereinzelt hört man noch Regentropfen auf den Boden tropfen. Der heftige Regen der Nacht hat nachgelassen und endlich bricht die Dämmerung an.
Noch total übermüdet wacht Rayha auf und reibt sich die Augen. Leise stöhnt sie. Alpträume hatten sie geplagt und wohl mehr mitgenommen als ihr bewusst ist, denn ihre Knochen und Gelenke schmerzen. Ungelenk richtet sie sich auf, mit einem Körpergefühl, als wäre sie in der Nacht um Jahre gealtert. Ihr Blick gleitet an Ihrem Körper entlang, nichts auffällig. Bis auf den blutdurchtränkten Verband an ihrem Finger. Mit steifen Gelenken wickelt sie den blutigen Verband ab. Die Wunde war endlich geschlossen. Nur dem verhältnismäßig vielen Blut an dem kleinen Schnitt nach zu urteilen muss es noch sehr lange gedauert haben, bis verkrustetes Blut die Wunde schloß.
Leise stöhnend richtet sie sich auf. Sie fühlt sich als wäre sie um Jahre gealtert. Ihr Blick gleitet zum Spiegel und lässt sie erstarren. Graue Strähnen ihr sonst so rabenschwarzes Haar.
Ula'thek ist wohl nicht zufrieden mit der gestrigen Lösung.
Auch draußen stöhnen hier und da die Goblins. Vor lauter Überraschung über die nächtliche Alterung bemerkt noch niemand den Schatten im Wasser der Bucht.
Ein riesiges Salzwasserkrokodil schwimmt in die Bucht hinein und sucht sich einen Ruheplatz unter den Pfosten, auf denen die Bay im Wasser steht *

So, Ula'thek is not amused. Es geht in die nächste Runde. Jeder der mit machen möchte wird eine beschissene Nacht gehabt haben, sofern er sie im Dschungel verbracht hat. Feinfühlige Charaktere dürften sich an Träume mit Schlangen erinnern. So lange man sich in der Bay und im Dschungel aufhält altert man plötzlich bis zu einem gewissen Punkt. Bis zu welchem Ausmaß darf jeder selbst entscheiden. Verlässt man den Dschungel erhält man das ursprüngliche Alter zurück. Auch kleinere Wunden heilen im Dschungel miserabel. Aber nur Wunden, welche nicht lebensgefährlich sind. Immerhin will Ula'thek nur ihren Unmut zeigen und nicht töten.
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Re: Alles hat sein Ende....

#4
Gereizt grollend streift der Tiger durch den Dschungel. Auch der Umstand, das er sich an kleineren Beutetieren nahe der Krautplantage satt fressen konnte und deren Mägen voller Kraut langsam zu wirken beginnen, bessert seine Laune kaum. Schließlich entlässt er den Geist und hockt sich in seiner Natürlichen Gestalt oberhalb der Dschungelstadt ab.
Ula´theks Fluch wirkt weiterhin, offenbar hat das Urteil der Jins weniger bewirkt als erhofft. Aber das ist ein Bokur Tanz, nicht seiner. Aber da ist noch was, etwas das ihm ein verärgertes Knurren entlockt. Der Stamm spaltet sich in dieser Frage, noch nicht viel, nur ein paar Risse. Rahya hat da scheizz angerichtet..aber ´se is un´von uns Gewohnheit führt seine Klaue zum Krautbeutel, genervt lässt er sie wieder sinken. Kein Kraut.
Der Gedanke, das die ersten Anduri anfangen unter Stress aufeinander los zugehen, malt ein übles Bild für zukünftige Kämpfe. Nur die Tatsache das Glokta, Enzoh und er vor Ort waren, hat den einen Oder anderen Troll davon abgehalten, aus Worten vielleicht Blut zu machen. Schmatzend erhebt er sich, grollt unwillig als dabei die Gelenke knirschen. Yea, da Loa sin Gloktas Tanz..n Bokur Tanz. Schätze s is Zeit mein´zu beginn Er streicht über die, schon leicht verblasste, Tätovierung, die ihn vor einer gefühlten Ewigkeit als Bluthund ausgewiesen hat. Zeit da Typ´n n paar Dinge üb´rn Stamm klaa zu mach´n. Der Geist fährt auf einen Gedanken in den Troll und einen Moment später trabt der Tiger in Richtung booty bay davon.
Komm in Fried´n, geh in Fried´n.....ansonst´n geh in Fetz´n!

Re: Alles hat sein Ende....

#5
Xaghan

Auf der Anhöhe der Insel Jaguero prasselt ein kleines Feuer am einem, offenbar fest eingerichteten, Lagerplatz. Die Holzgestelle, von denen sonst der Duft trocknender Heilkräute aufsfteigt, sind leer. Xagahn hockt, leise summend, vor dem brodelnen Kessel den er mit einer beschnitzten Rute umrührt. Papa Jinaky, weiser Richta, wissenda, Donnera Er öffnet die Flasche Rum, und gießt sie in den Kessel bevor sie schlecht wird Was können wir Anduri schon getan haben, um Ula´thek so zu verärgern maan?. Tief atmet er den Dampf ein, der vom Opferkessel aufsteigt. Ich bin nur dein einfacher Diener maan,
folge deinem Pfad so gut ich kann. Hilf mir zu tun was nötig is, um das ins Gleichgewicht zu bringen
Er greift zu seiner Trommel und beginnt einen Rythmus zu klopfen, der an ein fernes Donnern gemahnt Papa Jianky, wenns dir gefällt lass deinen Diena an teilhaben an deinem groß´n Plan, lass mich wissn was zu tun is Geschickt entlocken die einzelnen Finger der Trommel immer lautere, komplexere Donnerklänge. Leise summt Xagahn uralte Melodien des Respekts und der Dankbarkeit. Schließlich tut der Dampf seine Wirkung und die Bewegungen des Troll werden weniger, bis er still da hockt, die geöffneten Augen ins nichts gerichtet, tief in seiner Trance versunken.
...leise beginnt Schnappa, den abgelegten Tragegurt nach leckerem oder interessantem zu durchwühlen.....
Komm in Fried´n, geh in Fried´n.....ansonst´n geh in Fetz´n!

Re: Alles hat sein Ende....

#6
Suche auf der anderen Seite...

Magal hatte Reri bevor sie ins Schattenreich aufbrachen versucht möglichst viel zu vermitteln, was genau sie dort zu erwarten hatten. Erklärt wie sie durch den Runenkreis übertreten und das sie auf der anderen Seite nur mit der größten Vorsicht umher wandern sollten.

„Dort drüben sind wir Körperlos und doch haben wir einen Körper, unsere Seele wird der Körper sein“

Er sprach ernst und doch gab er klare Anweisungen.
„vermeide es Geister direkt anzusprechen wenn du nicht abschätzen kannst wie sie reagieren. Direkte Angriffe gegen die Seele heilen nicht einfach so.“

Der Übertritt in das Schattenreich selber war der reinste Kraftakt, mit jeder Faser ihres Körpers spürte Reri die Schattenenergie die sie in die Runen lenkte. Auch bei Magal sah man deutlich die Spuren der Anstrengung.

Ein dunkles violett-graues Abbild des Dschungels, war das Erste was sie erblickten. Der einstige Quell des Lebens, den der Dschungel verströmte, wirkte hier eher als wäre es der Tod selbst, der allem eine kalte Aura verleiht. Dennoch war der Schattendschungel nicht leer, im Gegenteil, die Anzahl der Geister und höheren Wesen war beachtlich. Selbst Magal staunte nicht schlecht.
Der Fluss, an welchem sie das Reich betreten hatten, floss hier rückwärts. Er war erfüllt von den Seelen derer, die im Fluss der Zeit ihren letzten Schicksal entgegen zogen. Kleine Baumgeister sammelten die toten Blätter der Bäume und nährten damit die lebenden Pflanzen.

Zuerst war es nur eine kalte Windböe und ein riesiger Schatten, der Magal und Reri darauf aufmerksam machte, das über ihnen eine Schlange durch den violetten Himmel zog. Ruhig und majestetisch glitt sie dahin. Selbst die prächtigste Ritualmaske kam nicht ansatzweise an die Schönheit dieses Wesens heran.
Mit einem knacken und leichtem beben des Bodens brach langsam ein massiger Körper aus dem Dschungel hervor. Reri überlegte angestrengt um wie viel größer dieses Krokodil, als das es sich entpuppte, im Vergleich zu Krumzahn war und hielt kopfschüttelnd inne. Es ergab einfach keinen Sinn Vergleiche zur anderen Welt, ihrer Welt zu ziehen.

Das riesige Krokodil, welches sich dem Fluss näherte, wandelte sich mit jedem Schritt mehr und mehr. Als es den Fluss erreicht hatte, glich es mehr einem Menschen mit Krokodilskopf und dort kniete sich das Tierwesen ausschauhaltend hin.
Gebannt verfolgten Magal und Reri wie das Wesen mit beiden Händen eine der Seelen an sein Maul hob um sie zu fressen, doch grade in dem Moment stürzte die riesige Schlange vom Himmel herab, sodass unverkennbar ein Kampf entbrannte.

Der Kampf der zwischen den beiden Wesen war heftig. Man spürte die schiere Macht die hier am Werk war. In mitten des Kampfes fiel die Seele zu Boden. Kaum hatte sie den Sand des Strandes berührt, wandelte sie ihre Form. Sichtlich überrascht erkannten Magal und Reri was dort im Sand aus der Seele zu einer neuen Form gefunden hat. Ein Ei?
Die Schlange legte sich Schützend um das Ei, doch hatte das Krokodil nicht vor sie einfach ziehen zu lassen.

Als die Schlange sich letztlich doch in den Himmel empor hob sah man deutlich die Spuren des Kampfes, dennoch hatte sie das Ei in ihren Besitz gebracht und nahm es mit sich, wohin auch immer das sein mochte. Zurück blieben Magal und Reri sowie das unzufrieden grollende Krokodil welches sich bald darauf in den Dschungel verzog aus dem es aufgetaucht war.

Ratlos standen die beiden Schattenreich-besucher da, sie waren grade Zeuge eines merkwürdigen Konflikts geworden oder war das für diese Welt hier normal? Fakt war das eine Schlange beteiligt war, während Ula‘thek auf der anderen Seite den Stamm gerade mit ihren Zorn strafte.
Als ob es nicht noch seltsamer werden konnte tauchten kaum nachdem die hohen Geister verschwunden waren einige kleinere Krokodile auf. Sie begannen in mitten des Flusses scheinbar wahllos nach Seelen zu schnappen und sie zu verschlingen.

“ Lass uns näher ran.“ Sprach Magal. „Vielleicht reden die Krokodile ja und wir erfahren was das hier grade zu bedeuten hatte“
Überrascht und nicht minder erstaunt beobachtete Reri Magal dabei wie er sein Schauspiel begann:

„Hallo ihr da. Ich bin´ne Wanderseele!“ Magal trat etwas näher an die Wesen heran.
„Ich bringe Kunde aus den Waldgebieten. Könntet ihr ma‘ sagen was hier abgeht!?“
Ein Diener des Krokodils drehte sich herum. „Was willst hier?“ die Stimme klang rauh und dröhnend.

„Erst ma würd ich gern wissen was hier grade abgeht! Ich will mich nirgendwo einmischen, deswegen wär‘s klasse, wenn ihr mir mal umreißt was grade passiert is!“ begann Magal den Versuch einer Erklärung.

Das lachen des Krokodils klang nicht minder raubeinig „Willst dich also nich einmischen he?“

„Jedes Gebiet sein Business.“ warf Magal locker ein.

„Wir machen unseren Job“ erklärte das heilige Reptil. „Wir sammeln Seelen. So einfach is es.“
Im Hintergrund schnappten die Diener weiterhin kleine Seelen direkt aus dem Fluss.

„Un‘ wieso werdet ihr von so ‘nem Juggernaut-Fettsack angegriffen?“ hakte Magal weiter nach. „Übrigens fette Teamstrategie… Schade, dass es im Wald keine Krokos gibt...“

„Haha s gibt doch imma so ein Gutgeist. Die meinen es bessa zu wissen, wer sein Schicksal verdient hat.“ gab der Diener knurrend zurück.

„Also läuft grade kein Krieg oder sowas?“ Magal gestikulierte um sich herum, um die Ausmaße klar zustellen.

„Ne wir machen nur unsan Job.“

Mit einem verstehenden Nicken wollte sich Magal schon umdrehen als er inne hielt. „Eh sag mal... Ich such die Hundehütte. Kannst du mir sagen wo ich die finde?“

„Die Hundehütte?“ Das Krokodil stutzte doch brach er dann in ein Lachen aus „Oh man, arme Sau. Da hinten am Fluss lang.“ das war auch das letzte, was er von sich gab bevor er im Wasser verschwand.

Es war zumindest ein weiterer Hinweis, den sie hier erhalten hatten, doch konnte man den Dienern des Krokodils einfach so trauen? Weder Magal noch Reri waren wirklich damit zufrieden, was sie erfahren hatten und so beschlossen sie zum Ende noch mindestens mit einer Schlange oder gar einem Affen sprechen zu müssen, um wirklich sicher zu gehen, sichere Hinweise erhalten zu haben.

Seit die beiden das Schattenreich betreten hatten, waren sie nicht allein gewesen ein kleiner Beobachter hatte sich an ihre Fersen gehängt und zeigte sich nun offen.
Quirlig springend landete ein Fuchsgeist vor ihren Füßen und sah beide mit großen Augen an.
Auch wenn zu beginn seine Absicht nicht klar war zeigte sich etwas später nach einem wilden Fangspiel durch den Dschungel, das er sie zu einer Steinsäule geführt hatte. Auf deren Relief eine steinerne Schlange abgebildet war.

Doch es war nicht irgendein Bildnis, es schien zu leben, denn die Schlange bewegte sich durch ihren Hintergrund und richtete dann, als sie den Betrachtern gewahr wurde, ihre Augen genau auf diese.

Sowohl Reri als auch Magal starrten auf das Steinwesen und waren sich nicht sicher was sie nun erwartete.

Magal war der erste der es in Worte fasste. „Was ist das denn hier?“ Er hatte aus Reflex mehr zu dem Relief gesprochen und bekam nun tatsächlich eine Antwort.

„Ein Zeitzeuge, das bin ich.“ Erklang die staubige leise Stimme aus der Säule.

Magal war skeptisch was man an seiner Stimme hören konnte. „Ein Zeitzeuge. Bist du eine richtige Schlange? Irgendwas ist doch nicht richtig hier.“ Er kratzte sich im Nacken.

„Ein Alter Konflikt ist wieder zurück gekommen, es wiederholt sich alles.“ gab das Bildnis zurück.

„Was für ein Konflikt?“ Magal wurde neugierig.

„Zwischen Lebenshüter und Seelensammler, zwischen Schicksal und die Endgültigkeit der Leere“ Die Schlange bewegte sich kurz durch ihr Bild, richte sich dann wieder auf.

„Wodurch wurde der Konflikt neuerlich ausgelöst?“ wollte Magal wissen.

Die Schlange gab wahrheitsgemäß zurück „Ich kann hier nicht weg, also höre ich nicht alles aber es scheint wohl ein Leben zu geben, dass sich in das Schicksal vieler eingemischt hat“ Als wolle sie die Worte verdeutlichen beschrieb der Körper das Zeichen der Unendlichkeit und setze dann dazu „Viel Uneinigkeit“

Magal stutzte vieler Leben? Was meinte das Bildnis mit dem Umstand? Er hakte nach. „Wen meinst du mit Vieler?“

„Die lebenden Diener der Loa - Trolle“ Gab die Schlange zurück. „Der Konflikt selber ist schon alt. Keiner kennt mehr den Grund und niemand will ihn wirklich beenden.“ beantwortet sie, damit auch gleich Magals nächste Frage.

„Wir müssen ihn beenden!“ gab Magal entschlossen zurück. „Wir müssen ihn beenden!“ Er sah die Schlange an. „Du stellst eine Schlange dar! Wie kann das hier noch Gleichgewicht sein?"
Ein leises ziehen an Magals und Reris Gliedern ließ sie spüren, dass es bald Zeit war zurück zu kehren. Ihnen blieb nicht mehr viel Zeit.

„Ich bin nur wie der Weg der sich windet und abzweigt.“ Gab das Bildnis sacht zurück „Ob du den Krieg beenden kannst, das weiß ich nicht. Vielleicht kannst du ihn nur pausieren.“

Magal atmete tief durch und beendete die Unterhaltung mit der Schlange. „Ach ja, ich muss übrigens zur Hundehütte.. Wo is‘n das?“ Mit einer letzten Bewegung formte die Schlange den Weg den sie hätten gehen müssen, doch war es nicht das Ziel was Magal letztlich ansteuerte.
„Was möchtest du denn bei der Hundehütte?“ wollte Reri verwirrt wissen, während sie Magal weiter folgte. „Komm mit, nichts will ich da. Aber wenn ich bei den Krokos den dummen spiele, sollte ich es wo anders auch tun.“
Das leuchtete Reri ein, immerhin konnte man nie wissen wer hier noch mithörte.

„Wir müssen langsam zu unsan Körpan zurück oda?“ Ein bestätigendes Nicken folgte.

Sie durchstreiften den Dschungel und gelangten wieder zu ihren bewusstlosen Körpern in der realen Welt. Der übertritt kam plötzlich und ließ beide, die mit einem Mal die Anstrengung wieder spürten, die eine solche Reise einem abverlangte.
Auch wenn sie ein paar Infos hatten, so würde sie sich doch erst mal ausruhen müssen. Am nächsten Tag würden sie in die Bay aufbrechen.

Re: Alles hat sein Ende....

#7
((Schnell hier rein kopieren und morgen verschönern, bevor es weg ist ))

*Dako wird sofort in einen Sog gezogen. Mit Meditation vertraut fällt es ihm leichter in die andere Ebene zu wandern. Er fühlt einen Strudel um sich herum. Ist körperos und kann doch fühlen. Sein Körper ist ohne Form, wie Wasser oder Nebel.*
*Bis es einen Ruck gibt. Und plötzlich steht Dako in einem dunklen Dschungel, umhüllt von der Nacht*
*Zuerst hört Dako nur ein Schnaufen. Schnell kommt es näher und bevor er sich überhaupt orientieren kann rennt eine junge Trollin durch ihn hindurch wie durch einen Geist. An der Hand ein Welpe. Er kann gerade noch Seelenbiss sehen, wie er den....*
* beiden hinterher schwebt und sie im Dschungel wieder verschwinden* "Du zögerst es nur hinaus, Hexe" hört man einen Troll durch den Dschungel rufen. Noch bevor Dako überhaupt reagieren kann rennt ein erwachsener Troll ebenfalls durch ihn hindurch...*
*und verschwindet ebenfalls im Dschungel*
*Als würde ihn jemand führen taucht er plötzlich wieder neben der jungen Trollin auf. Rayha, viel jünger. Sie muss maximal Anfang 20 sein. Sie drückt den Welpen in einen leicht hohlen Baumstamm und bedeutet ihm still zu sein. Seelenbiss schwebt ....
hinter ihr. Kurz schaut sich Rayha um und rennt dann weiter. Hier und dort knickt sie absichtlich Äste um oder trampelt in voller Absicht auf einen Ast, damit dieser knackend splittert. Ihr Versuch scheint zu wirken...
man hört im Dschungel wie der Troll im Rennen die Richtung ändert und langsam an Rayha näher kommt....
Die Junge Trollin stauchelt als sie im Rennen in einen Sumpf watet, es mag auch ein Fluß sein. Man hört es Plätschern. Hinter ihr kommt auch der Troll an. Er schaut sich nach dem Welpen um und kommt dann näher, wieder durch Dako hindurch laufend*
"Speere haben in diesem Dschungel nichts verloren..." presst der Troll leicht atemlos heraus und schaut sich noch mal nach dem Welpen um. Er will auf Rayha weiter gehen als diese die Hand nach ihm ausstreckt. Im eh schon finsteren Dschungel ballen sich...
Schatten um die junge Trollin. Es wirkt als würde sie die Dunkelheit aufsaugen. Sie faucht ihn wütend an. Schatten wandern über ihren Körper wie Schlangen und fließen am Arm entlang....
Aber sie scheint noch nicht ausgebildet genug zu sein. Der Troll schüttelt zwar den Kopf, fasst sich an die Stirn, wirkt kurzzeitig benommen, aber im VErgleich war das eine Ohrfeige. Er stürzt vor und bevor die junge Trollin reagieren kann schnappt ....
er sie am Arm, zieht sie herum und greift nach ihrer Kehle "Ein Hexenkopf, noch dazu von einem Speer gibt eine nette Belohnung. Babyhexe" der Troll spuckt beim Fauchen und vor Erregung auf Aussicht auf seinen Lohn. Er drückt zu, während Seelenbiss ....
immer noch völlig unbekümmert neben der Szenerie schwebt. Rayha zappelt panisch als ihr die Luft weg bleibt. Sie versucht nach ihm zu treten und zu schlagen, dann wird ihr schwarz vor Augen und sie wird bewusstlos*
*Der Troll drückt weiter zu. Plötzlich werden ihm die Beine mit Wucht weggezogen. Die bewusstlose junge Trollin wird zur Seite geschleudert, während der Troll gen Boden fällt. Noch bevor er weiß wie es ihm geschieht schreit er vor Schmerzen auf....
und schaut hinab auf seine Beine. Ein Krokodil zerrt an seinem Bein. Lässt los und sprintet mit einem Spurt aus dem Wasser, was man einem so großen Tier niemals zutrauen würde.*
*Panisch versucht der Troll nach dem Tier zu treten, was bei ihm wie ein Mückenstich ankommen wird. Es schnappt weiter nach seinen Beinen, umpackt sie mit den Kiefern und zerrt den Troll ins Wasser. Er versucht in letzter Rettung nach der Trollin...
zu greifen, erfasst sie und zerrt sie mit ins Wasser. Nun beginnt der Tanz des Krokodils. Wasser sprudelt wwild auf, als es, mit den Beinen des Trolles im Maul sich in der Todesrolle herum peitscht.*
*Irgendwann, es mag sich anfühlen wie Stunden, hört der Kampf auf. Die Wasser sind ruhig. Es dauert kurz, dann wird sieht man den Schwanz des Krokodils aus dem Wasser und aufs Ufer kommen. Dann den ganzen Körper. Dann die Schnauze, die Rayha...
an ihrer Robe gepackt hält und auf das Ufer hinaus zerrt. Dako würde nur ins Leere greifen. Das Krokodil zerrt die Trollin an Land. Es dauert einige Augenschläge.....
Dann richtet sich das Krokodil auf. Beine eines Trolles wachsen hervor, der Körper, bis ein Troll dort steht, mit dem Kopf eines Krokodils. Er drückt mehrmals auf Rayhas Brustkorb, bis diese Wasser spuckt....
voller Panik nach Luft schnappt, versucht sich herum zu wälzen und gleichzeitig immer noch Wasser aushustet und spuckt. Obwohl Dako wie ein Geist...
in der Szene wirkt, sieht dieser wie der Kopf des Krokodils kurz zu ihm blickt. "Diese Seele hatte es nicht verdient" die Stimme klingt hohl und dröhnend. Welche Seele war nun gemeint?....
Dako sieht noch wie eine Schlange, eine riesige Python auf einem Ast hinten am Baum hängt und die Szenerie betrachtet, als ihn der Sog wieder einholt und in die Bay schickt*
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Re: Alles hat sein Ende....

#8
Gloktas Nächte waren kurz und Schlaf gab es keinen. Lange sass er in seiner Hütte, dann auf Hir'eeks Höhe, dann wieder vor seiner Hütte. Nachdenklich rieb er sich das Kinn, etwas, das er öfters machte in letzter Zeit, ohne es zu bemerken.
"Yezz bin'ch Jin un Bokua un kapia's trozzdem nich. Da sin Cosas die'ch nich seh, un was'ch seh, vasteh'ch nich. 's isn Tanz den'ch nich zu tanzn waiss." Missmutig stocherte er mit einem Stock im abendlichen Feuer. "De Schlange un mia warn nie dicke. Hir'eek helt sich draus un dea Hüta, aye, dea Deal läuf yezz. Fookah. So läufs halt."
Er griff aus Gewohnheit nach einer Flasche Rum, öffnete sie und nahm gedankenverloren einen Schluck. Er spuckte die verdorbene Flüssigkeit aus. "Loa! Wie kann'n Rum kaput gehn ... Egal, Man. 's Ritualo an iahre Pyramide find' statt. So oda so."
Mad, Bad, and Dangerous To Know.

Re: Alles hat sein Ende....

#9
Das Ritual, besser gesagt dessen Ausgang verursachte bei Rayha ein beklemmendes Gefühl. Gut, sie war noch am Leben. Aber der Preis....
Jahrzehnte lang hatte sie ihre Schattengestalt als Schutz, sich zu wehren, zu kämpfen und nun war diese verschwunden. Bis zur Phase des Vollmondes. Sie war praktisch wehrlos. Ein mehr als beklemmendes Gefühl. Frustriert und sogar verängstigt mietete sie sich ein Zimmer in der Taverne der Bay. Hier war sie für den Zeitraum zumindest sicher. Frustiert und hilflos legte sie sich ins Bett und zog die Decke über den Kopf. Am'Juts Worte, er würde seine Priester nicht hängen lassen, hatte sie in der ganzen Schmach und Entsetzen völlig vergessen.

Der Morgen schien durch das Fenster in das Zimmer. In der Taverne hörte man die übliche Betriebsamkeit. Nachdem der Fluch nun vorbei war, kein Altern mehr, das Kraut verdarb nicht, auch die Lebensmittel verdarben nicht mehr, hatte Nixraxx ziemlich eilig eine neue Bestellung aufgegeben und wieder angefangen seine Lager aufzustocken. Doch weder das Sonnenlicht noch die Geräusche unterhalb ließen Rayha wach werden. Vielmehr war es das Gefühl angestarrt zu werden. Müde blinzelnd öffnete sie die Augen.
Mit einem Schrei war sie blitzschnell wach. Ein riesiges Krokodil saß genau vor ihrem Bett und starrte sie an.
Vor Schreck rutschte Rayha nach hinten, rutschte dabei über die Bettkante und landete mit einem lauten Poltern auf dem Boden.
Panisch schaute Rayha sich um. Und nun? Sie war wehrlos. Wie kam dieses Ding hier rein?! Voller Angst um ihr Leben schaute sie über das Bett hinweg zu dem Tier rüber, welches sie nur weiterhin anglotzte. Gut, immerhin hatte es sie bis jetzt noch nicht gefressen. Die beiden glotzten sich über Minuten hinweg an und keiner tat auch nur eine Bewegung.
Irgendwann verließen Rayha die Nerven."Was soll das?" zischte sie.
Das Krokodil drehte sich um, watschelte zur Zimmertür und schaute zu ihr rüber. Ganz ganz langsam und vorsichtig stand Rayha auf. Das Krokodil schaute von der Tür zu Rayha und zurück. Wie eine Katze die möchte, daß man sie hinauslässt. Vorsichtig drückte sich Rayha immer näher zur Tür rüber. Das Herz schlug ihr immer höher zum Hals, desto näher sie dem Tier kam. Mit einer ruckartigen Bewegung drückte sie die Türklinge herunter. Gemütlich watschelte das Krokodil hinaus und ließ die Trollin völlig verwirrt im Zimmer stehen.
"Was zur Hölle...." flüsterte sie und schaute aus der Tür heraus. Draußen stand das Krokodil und scherte sich nicht um die Goblins die nun panisch schreiend bei seinem Anblick die Flucht ergriffen. Es schaute fast schon wartend zu Rayha rüber.
"Ich lasse meine Priester nicht hilflos zurück" Am'Juts letzte Worte des gestrigen Abends schossen Rayha durch den Kopf. Ihr Blick glitt zum Krokodil rüber, welches draußen immer noch wartete......
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Re: Alles hat sein Ende....

#10
Ruhe senkte sich über den Altar in Jintha'Alor, der Geruch von Eisen und Blut stieg Glokta in die Nase. Ein stetiges Tropfen, letztes Blut, dass über die in den Altar gehauenen Kanäle in die Auffangvertiefungen tropfte. Die Anduri waren durch den Torweg verschwunden und Glokta stützte sich auf dem Altar ab. "So langsam wead'ch zu alt füa das Bizz ..." kam es ihm über die Lippen, dann machte er sich daran, den Opferplatz zu säubern.

Die Leichen, ursprünglich fünf, jetzt nur noch vier, schleifte er in die Höhle für die Jungschlangen. Dann säuberte er die Opferschale und das Messer am See und steckte sie ein. Das Blut auf dem Altar liess er trocknen.

Er schaute über den Platz. Hier und da lag noch etwas herum, meist etwas, dass einem Opfer gehört hatte. Er sammelte auch das ein, verstaute es in einem Beutel und machte sich dann auch auf, zurück in den Dschungel.

Die Loa geben, die Loa nehmen, die Loa sind gerecht.
Mad, Bad, and Dangerous To Know.

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