Re: Wiederholung der Geschichte?

#11
Die schiere Macht des Schattens ließ die Erde beben und immer wieder rieselten und vielen Steine herab lange würde die Höhle dem nicht mehr stand halten. Einige der Steine hatten Feuerschalen umgeworfen deren brennende Kohlen über Teile des Bodens nun verstreut lagen.
Der Schatten flog weiterhin wild durch den Raum, bereit sein nächstes Opfer zu durchfluten und ihm seine Kraft zu entreißen. Der Angriff auf Veoza und der Tot des Hohepriesters hatte zu einem Chaos geführt.

Die Wachen die man abgestellt hatte waren genauso in Panik verfallen wie die noch übrigen Magistrate, so das Enzo leichtes Spiel mit der rechts von ihm hatte.
Der Krieger in Enzo erwachte zu neuem Leben in Aussicht das Blut der Wache rechts neben sich zu vergießen, schon hatte er die Klaue um die Waffe geschlossen und den überraschten Troll mit einem tritt auf den Boden befördert. Die eigene Klinge der Wache war es letztlich, die in der Kehle spaltete und den Atem raubte.
„Keska!… nimm den Welpen...“ rief er zu der Trollin rüber die grade einem herabfallenden Stein auswich und am nächsten zu dem Altar stand. „wir treffen uns draußen!“ gab sie nickend zurück und drückte den wimmernden Welpen schützend an ihre Brust und rannte los, wich den Hindernissen aus und erreichte letztlich die Treppe und den Gang der nach draußen führte.

Die Schattenmacht hatte in der Zeit weitere Opfer gefunden immer mehr Körper lagen auf dem Boden. Duckend versuchte Enzo zu Veoza zu gelangen, die immer noch reglos am Boden lag. Als er sie erreichte und sich über die Schulter legen wollte wurde er durch den Schatten aufgehalten der ihn nun anvisierte.
Zielstrebig schoss die größer gewordene Wolke auf die beiden zu. Im letzten Moment schnitt ein Feuerball dem Schatten den Weg ab. Ein überlebender Magistrat hatte ihn in Panik in die Richtung geschossen und zog sich damit den Hass des Schattens zu.
„..halte durch ich bring dich raus..“ knurrte Enzo angestrengt zu Veoza zog sie hoch und machte sich sofort daran die Höhle zu verlassen. Mit großer Sicherheit würde kein weiterer Magister für Ablenkung sorgen.

Es schien als würde die zunehmende Macht des Schattens, durch mehr Opfer, das einstürzen der Höhle beschleunigen. Hinter Enzo bröckelten immer mehr Geröll von der Decke des Ganges, den er mittlerweile erreicht hatte, zum Glück sah er bereits das Licht des Ausganges. Ein stärkeres Beben ließ ihn taumeln und er musste erst einmal Halt an der Wand suchen. Letztlich passierte er gemeinsam mit Veoza auf der Schulter den Eingang. Draußen sank er erst mal nach Luft ringend zu Boden.
Als er als nächstes blickte sah er in das erschöpfte aber zufrieden grinsende gesicht von Keska die ihm eine Klaue reichte „ sollten unsere Ärsche hia weg bewegen „
Wie zur Bestätigung drang ein wütendes heulen aus dem Eingang dann ein dröhnen und mit einer Staubwolke brach der Eingang zusammen. „ is wohl besser so „ erwiederte Enzo und drückte sich vom Boden hoch.

Die Überlebenden ehemaligen Gefangenen hatten sich gemeinsam auf einer Lichtung versammelt die in gute Entferung zu der eingestürzten Höhle und dem Lager lag.
Neben Keska, Veoza und Enzo hatten es noch die Zwillinge und der stumme Legro retten können.
„ was machen wir jetzt?“ fragte Keska in die Runde und sah für den Moment von Veozas Körper auf den sie mit Heilzaubern versorgte. „ wir sind frei..“ murmelte einer der Zwillinge und sah zu dem anderen rüber „ wir sollten hier abhauen“ vervollständigte der andere die Aussage.
Legro nickte einfach nur. Enzo saß auf einem Stein und hatte den kleinen Thajo im Arm „ ich werd versuchen den Stamm von den beiden zu finden“ begann er, dabei brauchte er nicht erklären das er damit Veoza und den Welpen meinte. „ du allein“ Keska lächelte „ Veoza braucht noch weitere Heilung Mojo allein reicht nicht ...“ ihr Blick war ernst.
„ dann bitte ich dich mich zu begleiten“ gab Enzo knapp zurück und sah dann zu den anderen dreien. Am ende stand fest das die Zwillinge und Legro eine Gruppe bilden würden und sich bis nach Ogrimma durchschlagen wollten.
Enzo und Keska würden alles daran setzen das Veoza und der Welpe wieder zurück zu ihrem Stamm kamen. Von dem sie bisher jedoch nicht wussten welcher es war.

Re: Wiederholung der Geschichte?

#12
Lauernd sitzt die Trollin in einem Baum und betrachtet den Goblin der suchend im Dschungel herum schleicht. Sie beobachtet ihn schon eine ganze Weile. Ein Goblin im Dschungel, eher ungewöhnlich, vor allem wenn er alleine ist. Und da Tari eh nichts zu verlieren hat, ausser ihn zu benutzen um zu trainieren, verfolgt sie ihn schon seit geraumer Zeit. So langsam schien der Goblin aber zu verzagen. Die Worte Thoshis klangen in seinen Ohren, der letzte der zurück kommt wird gerippt. Seufzend und schwitzend setzt dich der Goblin auf den Boden, zieht aus einer Hosentasche ein schmuddeliges Taschentuch heraus und wischt sich damit die Stirn ab.
"Finde sie. Hat er gesagt. Sonst bist du reif. Hat er gesagt" der Goblin schluchzt fast schon herzzerreißend "Beim gezinkten Gold, find mal einen Schleicher, der vielleicht nicht mal gefunden werden soll"
Taris Ohren zucken, ohne ihre Anwesenheit noch weiter verbergen zu wollen steht die Trollin auf, kommt aus ihrem Schatten und stellt sich vor den Goblin der plötzlich blass vor Schrecken anläuft.
"Hättest das früher gesagt hättest dir ganz schön Zeit gespart. Merks dir fürs nächste Mal"
Der Goblin starrt Tari mit offenem Mund an, schnappt dann kurz und schießt dann wie von der Pistole geschoßen los, nur keine Zeit verlieren "Dein Jin schickt mich. Veoza und der Welpe wurden entführt, vor der Arena. Sollst sie finden"
Tari runzelte kurz die Stirn. Sehr knappe Anweisungen. Aber gut, hätte Thoshi mehr gewusst, hätte er auch mehr von sich gegeben.
"Sag dem Bosse, daß de deine Arbeit gut gemacht hast" Tari griff kurz in die Hosentasche und warf dem Goblin einen Silberling zu. Der arme Kerl konnte ja nichts dazu, daß er sie nicht hatte finden können, obwohl sie ihm in den Nacken hätte atmen können.
"Maharib, wir gehn...."
Gierig steckte der Goblin gerade die Silbermünze weg als sich neben ihm das Gebüsch geräuschlos teilte und ein riesiger Rattenkopf neben seinem auftauchte. Vor Schreck ließ der Grünling sogar die Münze fallen, suchte nicht einmal sofort danach, sondern stand nur erstarrt da und glotzte den Rattenkopf an. Wie hatte er so ein großes Tier nicht bemerken können? Noch schlimmer, wenn die ihr Maul auf machte verschwand sein Kopf darin. Ein toter Goblin ist ein armer Goblin, also blieb er wie zur Salzsäule erstarrt stehen. Die Ratte kam nun ganz aus dem Gebüsch, einen Sattel auf dem Rücken, mit einer Miniaturausgabe darauf sitzend.
Erst als Tari auf die riesige Ratte aufgestiegen und lautlos davon geritten war getraute sich der Goblin hektisch nach der Münze zu suchen, ehe er sich aufmachte um Thoshi von seinem Erfolg zu berichten.

Nur kurz machte Tari an ihrer Hütte halt. Ihre Reisevorräte waren stets fertig gepackt, für den Fall der Fälle. So musste sie nicht lange ihre Ausrüstung zusammen suchen, sondern hatte gleich alles zur Hand. Die Taschen und ein paar Felle waren schnell an Maharibs Sattel festgezurrt. Für Takut hinterließ sie noch eine hölzerne Tigerfigur auf der Schlafstätte liegen, damit er wusste, daß sie im Auftrag Thoshis unterwegs war.
Tiki hatte es sich bereits in einem mit Fellresten ausgestopften Totenschädel bequem gemacht, der als Zierde am Sattel hing.
Und schon ging die Jagd los.....
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Re: Wiederholung der Geschichte?

#13
Angriff an der Arena..... Was schon äusserst ungewöhnlich war. Auf dem kurzen Ritt zur Arena hin ging Tari bereits einzelne Möglichkeiten durch. Jeder weit und breit wusste, daß die Arena Anduri-Stätte war. Man musste entweder schon sehr blöde, mutig oder durchtrieben sein wenn man dort einen Angriff startete.
Dort angekommen rutschte Tari vom Sattel und schaute sich um. Wie zu erwarten, alles ruhig, nichts was auf Anhieb nach einem Hinweis aussah. Wenn man hier jemandem auflauern wollte, musste man sich entweder von innerhalb der Arena her anschleichen, was schon recht mutig war, den der Gang bot nicht gerade viel Deckung. Also musste der Angriff vom Gebüsch aus erfolgt sein. Hier begann die Trollin mit ihrer Suche. Auf allen Vieren suchte sie die Steine, Wände und das Gebüsch ab, bis sie einen umgeknickten Wedel entdeckte. Sie schob die Pflanzen beiseite und betrachtete den aufgeweichten Boden. Verdammter Regen, Fußspuren waren nicht mehr zu sehen. Also musste sie nach Hinweisen suchen, die der Regen nicht wegschwemmen konnte. Sie tastete die Steinmauer an der Stelle ab, fuhr mit den Fingerspitzen jede Rille ab, bis sie stockte. Hier... der Kratzer war frisch. Leicht kratzte sie mit der Kralle darüber, hauchfeiner Abrieb bröselte herunter, es hatte sich auch kein Moos, oder leichte Grünfärbung eingenistet, was in diesem verregneten Dschungel schnell geschah. Hier musste der Angriff erfolgt sein.
Tari drückte das Gebüsch zur Seite und schaute sich dahinter um. Ein freies Feld war in einigem Abstand zu sehen, ein guter Landeplatz. Was auch die vielen umgeknickten Wedel und zertrampelte Pflanzen bewiesen.
Spuren des Hinterhalts waren schon mal vorhanden, was Tari aber erst mal stutzig machte war das Fehlen weiterer Spuren. Egal welches Reittier sie genommen hatten, ob nun fliegend, oder Bodentier, es müssten mehr Spuren zu finden sein. Reittiere, egal welcher Art, waren schwer und hinterließen nunmal Spuren. Es sei den...
Taris Blick wanderte nach oben zum Himmel. Nur wenig Geäst ragte in die Lichtung. Suchend schaute Tari sich um und sah, wonach sie Ausschau hielt.
"Na guck an..." murmelte sie. Ein paar Blätter waren wie zerfetzt, als hätte etwas sie geschlitzt.... Drachenfalken.... Sie landeten nicht wirklich, hinterließen also keine Spuren auf dem Boden, aber ihre Krallen an den Flügelenden konnten auch mal Blätter zerfetzten, wenn es eng wurde zum Landen und Abheben.
Die Trollin schaute sich um und wägte ab. Der Platz hier reichte allerhöchstens für 4-5 Drachenfalken. Gut, 5 wenn es jüngere Tiere waren, die aber wiederum weniger tragen konnten. Also eher 4.
Schnell ging Tari im Kopf die Möglichkeiten durch. Würde sie fliegend folgen könnte man sie am leeren Himmel leicht entdecken, sofern jemand Wache hielt. Ein fliegender Reiter war oft leicht zu entdecken. Sie würde auf dem Boden reiten. Es würde länger dauern, aber so würde sie Hinweise weniger übersehen und würde auch nicht so schnell entdeckt werden. Eilig lief sie zu ihrer Reitratte rüber, stieg auf und hetzte mit ihr in Richtung Norden....
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Re: Wiederholung der Geschichte?

#14
Die Pfoten der Ratte schmatzten mit jedem schnellen Schritt, den die beiden durch den Dschungel ritten. Tari hatte es sehr eilig. Der Vorsprung war wohl kaum zu verachten und wer wusste schon wie weit er noch reichen würde.
In Gedanken ging die Trollin bereits die verschiedenen Möglichkeiten durch. Wo würde sie ihr Lager aufschlagen wenn sie jemanden Kidnappen würde und den Weg in einem Rutsch nicht schaffen würde? Im feindlichen Gebiet. Daß es dort zu Gerede kommen würde, welches einen verraten könnte war viel geringer. Ein geschwätziger Orc oder Goblin war alle mal gefährlicher als ein Mensch, der zwar einem Wachen auf den Hals hetzen, aber nicht an den Stamm verraten würde.
Sie brauchte nicht allzulange um den ersten Hinweis zu finden. Geschwind und geschickt ritten sie durch die Passage, welches den Dschungel mit dem Dämmerwald verband. Den offiziellen Weg würde sie vermeiden. Das würde nur zu hinderlichen Kämpfen mit der Wache kommen und die Kidnapper würden auch kaum mitten auf dem Weg lagern oder selbst entlang gehen. Noch bevor sie weiter grübeln konnte stutzte sie. Ihre Nackenhärchen richteten sich auf. Irgendetwas war hier nicht wie sonst. Tari hob ihre Nase, auch Maharib schnüffelte in den Wind. Sie hob die Hand und ließ den „Schnee“ darauf fallen. Sanft zerrieb sie die Ascheflocken zwischen den Fingern. Irgendwo musste ein großes Feuer wüten. Langsam und vorsichtig ritt sie weiter. Auch die Luft wurde immer wärmer und drückender. Sie hatten kaum die Passage verlassen als Tari die Ratte eiligst ins Gebüsch lenkte. Flammen loderten von einem alten Bauernhof auf, der ihr bekannt war. Menschen wusselten herum und versuchten das Feuer zu löschen während die Flammen gierig in die Luft schlugen. Viele Menschen waren es nicht gerade. Die Gegend hier war auch nicht sonderlich groß besiedelt. Wahrscheinlich hatte eine Patroullie den Brand entdeckt und Alarm geschlagen. Anhand der wenigen Helfer ging Tari von aus, daß das Feuer noch nicht lange brennen konnte. Wobei die Flammen für dieses Verhältnis sehr hoch schlugen und bereits den ganzen Hof zum einstürzen gebracht hatte. Ein normales Feuer konnte zwar auch wüten, aber nicht in dem schnellen Ausmaß. Das war deutlich zu schnell. Ein Blitz vielleicht. Tari schnupperte in die Luft. Abgesehen vom Rauch konnte sie nicht die übliche elektrische Ladung riechen oder spüren. Wahrscheinlicher war, daß hier durch Magie nachgeholfen wurde um innerhalb kürzester Zeit den Bauernhof von Flammen zu umschlingen. Heimlich ritt Tari im Schutzes des Bewuchs in weitem Bogen um den brennenden Bauernhof herum.
Welche Orte kämen als Zuflucht in Frage?
Es musste entweder eine Höhle geben, oder einen anderen Unterschlumpf, vielleicht ein verlassenes Dorf, alte Ruinen, Tempelanlagen….. Und es durfte nicht gut besiedelt sein. Je mehr unerschlossenes Gebiet desto besser. So zumindest die Wahrscheinlichkeit für einen möglichen Unterschlupf. Zuerst galt es die höchsten Wahrscheinlichkeiten abzugrasen und dort auch intensiver zu suchen.
Rotkamm, aber durch den Brand waren die Menschen nun so aufgescheucht, daß die näheren Gebiete eine schlechte Wahl wären.
Nächstes Ziel, Sümpfe des Elends und dann weiter……

Die Nacht neigte sich dem Ende zu. Die Dämmerung brach langsam heran. Hier und da hörte man die Vögel singen und auch die Tiere waren wieder vermehrt unterwegs. Tari hatte die Nacht im Vorgebirge des Hügellandes verbracht und war noch kurz vor Morgengauen wieder aufgebrochen. Sümpfe des Elends hatten nichts ergeben, Schattenhochland war an möglichen Höhlen und Ecken bereits von diversen Geschöpfen bevölkert gewesen. Vorsichtshalber war Tari an weniger belebten Orten an den Gebirgshängen entlang geritten. Aber weder war eine Höhle oder andere Unterkunft in den Blickwinkel geraten. Silberwald wollte Tari erst mal ausschlagen. Zuviel Worgen und Untote waren dort zugange um einen geeigneten Unterschlupf zu bieten. Ihre Gedanken kreisten um das Hinterland, ihr persönlicher Favorit. Es war äusserst dünn besiedelt, bot Höhlen, verborgene Lichtungen und Ruinen.
Tari ritt durch das Tal, welches zum Hinterland führte. Ein Blick hoch zu der Zwergenfeste reichte ihr, sie war immer noch von diesen untersetzten, stämmigen und bärtigen Kreaturen besiedelt. Auch die kleine Hütte im östlichen Bereich war noch immer verlassen. Der Staub, Unrat der Wildtiere und herabgefallene Blätter zeigten an, daß hier schon lange keiner mehr zu Besuch war.
Die Trollin ritt auf ihrer Ratte nördlich in Richtung einer Feenbehausung, als Maharib plötzlich wie erstarrt stehen blieb. Sie vertraute ihrem Gefährten gut genug, daß sie auf seine Reaktionen bauen konnte. Er war lernwillig und bisher hatte er sich in jedem Training als klug und geschickt bewiesen.
Tarishan beugte sich im Sattel vor, daß sie fast auf der Ratte lag. Sie fuhr mit ihrer Hand an der Flanke runter und bemerkte wie die Beine sich versteiften und leicht gespreizt standen, als würde die Ratte wie auf einem hauchfeinen schwankenden Schiff stehen. Ihre Hand wollte schon weiter wandern gen Boden um zu erspüren was ihn da aufschreckte als es über ihnen rauschte. Nicht nur ein Schwarm Vögel zog aufgescheucht über sie hinweg. Das waren mehrere Schwärme. Irgendetwas musste sie massiv verschreckt haben. Tari legte die Hand auf den Boden, aber so feinfühlig wie Maharib war sie dann doch nicht. Ihr Blick wanderte zum Himmel und verfolgte den Weg zurück, den die Schwärme herkommen waren. Die Ruinen….
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Re: Wiederholung der Geschichte?

#15
Die Ruinen im Hinterland waren wie eine Pyramide angelegt. Über einzelne Etage musste man wie bei Serpentinen immer höher steigen. Gegen Angreifer ein hervorragender Schutz und Möglichkeit sich zu verteidigen.
Schnell wendete Tari die Ratte und ritt immer zwischen den Bäumen hindurch in Richtung der Trollruinen. Immer wieder schaute sie sich um, ob sie irgendwo Späher entdecken konnte. Aber alles war ruhig. Wahrscheinlich war dort oben gerade alles in heller Aufruhr, die Vögel waren sicherlich nicht umsonst so aufgescheucht worden.
Sie hatte noch nicht ganz die Pyramide erreicht, als sie eine Gruppe Gestalten in der Weite sah, welche die letzten Stufen hinab kletterten. Von Steigen konnte da keine Rede sein. Es war eher ein Schlurfen, anscheinend hatten sie jemanden bei sich, den sie tragen mussten.
Schnell versteckte sich Tari hinter einer Gruppe Bäume, machte der Ratte das Zeichen sich weiter hinter ihr zu verstecken und blinzelte der Gruppe entgegen. Jetzt auf gut Glück ihnen entgegen zu kommen wäre mehr als nur Fahrlässig. Es konnten alle mögliche Gestalten sein. So wartete Tari im Schutz der Bäume ab bis sie mehr erkennen konnte.
Aus den Gestalten wurden Trolle. Und aus den Trollen wurden zwei die sie mehr als gut kannte.
"Enzoh?" Tari trat aus dem Schatten heraus und kam einige Meter vor der Gruppe zum Vorschein.
Der Troll stutzte kurz. Wahrscheinlich hatte er mit allem gerechnet, aber nicht mit einem Stammo hier. Tari überblickte schnell die restliche Gruppe und atmete tief ein als sie Veoza und den Welpen erblickte.
"Wartet, ich helfe euch..." Tari machte ein fiependes Geräusch mit den Lippen, woraufhin Maharib sofort zu ihr kam. Gemeinsam halfen sie Veoza auf die Ratte zu wuchten.
Vorsichtig und leider auch langsam ging die Gruppe weiter, gen Osten. Schnell tauschte sie sich mit Enzoh aus wer Veoza war und ließ sich von ihm die Situation schildern.
Sie waren noch nicht ganz am ersten Bogen der Ruinen angelangt, welche zu den Revantusken hinab führten, als sie hinter sich hörten es laut polterte, Stein schien aufzuheulen und zu zerbersten. Irgendetwas hatte sich gerade gewaltsam aus der Höhle befreit.
"Fook" fauchte Tari. Veoza war zu schwach, man würde sie liegend auf der Ratte transportieren müssen. Dann wäre sie, der Reiter und der Welpe in Sicherheit. Aber nach allem was Enzoh ihr erzählt hatte war es gerade der Welpe den sie suchen würden und dafür jeden Stein umdrehen würden.
"Vertrau mir..." flüsterte Tari gen Enzoh und winkte ihm ihr zu helfen Veoza von der Ratte runter zu holen.
"Du steigst auf, dich werden sie weniger suchen als Veoza un den Welpn. Reit runter zu den Revantusk, lass dir nen Flug zum Jin gebn un berichte ihm. Wenn ich kann geb ich euch nen Zeichn zum Angriff"
Tari sah kurz Enzoh nach, wie er auf Maharib aufstieg und den Weg runter Richtung das Dorf zu den Revantusk runter ritt. Sie nickte noch schnell Keska, auch sie solle ihr vertrauen, sie würde die Flüchtlinge nicht aus den Augen und im Stich lassen. Aber alleine gegen die da oben, wer, was und wieviel das auch immer sein mögen, anzukämpfen, könnte tödlich ausgehen. Und Taris Ziel war es alle zu retten, und nicht nur einen Teil. Schnell verschwand sie wieder in ihren Schatten und versteckte sich hinter den großen Steinblöcken. Sie würde alles im Auge behalten, abwarten wohin man die Gruppe führen würde, Zeichen für ihre Läufer hinterlassen und dann Thoshi ein Zeichen schicken.
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Re: Wiederholung der Geschichte?

#16
Mit einem irren Flackern in den Augen hielt der , beinahe greise , Troll den Ritualdolch umklammert. Er würde es sein, der den Ritus letztlich beenden würde, der die Macht in sich aufnehmen würde, die das Leben des Welpen auf dem Altar vor ihm barg. Einige der anderen hatten protestiert, ihn wahnsinnig genannt, aber er wusste es besser. Er würde erfolgreich sein, während die Zweifler bereits zu den Loa gegangen waren. Er war der neue Hohepriester und als solcher hatte er diesen Narren ein schnelles Ende bereiten lassen. Die überlebenden sechs Magistrate würden reichen müssen, zufrieden nahm er ihren monotonen Singsang wahr, der die Aufmerksamkeit der Geister auf sein Opfer lenken sollte.
Mit einem irren gackern, das aus einer Ecke von Zais aufgenommen wurde, hielt er die Klinge weit über den Kopf erhoben, bereit ihn in den wimmernden Leib zu rammen, während dessen verwundete Mutter verzweifelt aber erfolglos an ihren Fesseln zerrte. "Wahre Macht..und sie gehört mir!" kreischte er, die Augen von fiebrigen Glanz erfüllt, als sich ein blutiges lächeln direkt über seiner Kehle öffnete und ein Schwall Blut sich über Altar und Welpen ergoß. Vor Unglauben geweitete Augen brachen, als der Leib des Trolls zu Boden sackte, den Dolch noch umklammert und ein rothaariges Weibchen in grünem Leder hinter ihm zum Vorschein kam.
Während die Magistrate, vom zweiten Fehlschlag und dem plötzlichen Ableben ihres neuen Anführers in Panik versetzt auseinandertoben, stießen sich Boss und Drug von der Wand ab, um sich der Fremden entgegen zuwerfen.
In diesem Augenblick barst die schlichte Holztür am Eingang des Stollens nach innen und ein breitschultriger Schatten füllte ihn für einen Augenblick aus. "Klopf Klopf" brüllte eine beinahe begeistert klingende Stimme, als der Ork losstürmte und Drug bereits einen Lidschlag später mit zwei gewaltigen Hämmern und die Defensive zwang.
Zwischen Zais dürren Klauen bildeten Funken binnen Sekundenbruchteilen einen Ball aus lodernden Flammen, den er mit irrem, nicht weniger begeisterten Kichern dem Ork entgegen schleuderte. Der Laut endete Abrupt, als der Feuerball die Richtung änderte und geradewegs auf den Eingang des Stollens zu hielt, wo er zwischen den Klauen einer weiteren Troll zum halten kam. Beinahe sanft strich die Klaue der lächelnden Magierin über die Flammen, bevor sie ausholte und das Feuer seinem Erschaffer zurücksandte, größer und tosender als zuvor.
Panisch taumelten die Magistrate auf die tiefer führenden Tunnel zu, als um sie die Erde zu beben begann und Gesteinsbrocken die ersten zwei erschlugen.
Boss hatte inzwischen innegehalten und mit dem Blick eines erfahrenen Kämpfers die Lage überblickt.- Drug war stark, aber er würde nicht mehr lange gegen die wuchtigen Schläge des lachenden Ork standhalten. Zais stand kreischend gehüllt in seine eigenen Flammen und dort bei den Zugängen der weiteren Tunnel sang offenbar eine Schamanin den Fels selbst den Magistraten zum Feind. Es war Zeit zu verschwinden und er erkannte seine Gelegenheit, als die Magierin langsam auf den im Schmerz schreienden Zais zuschritt, die Flammen um dessen Leib gestikulierend lodernd haltend. Geduckt rannte Boss auf den Eingang zu, hechtete über die Trümmer der Tür hinweg dem Ausgang entgegen und wurde noch im der Bewegung zurück gerissen, als etwas, das nur aus klauen, Zähnen und schlechten Atem zu bestehen schien gegen ihn prallte. der eigene Sturz fühlte sich wie eine Ewigkeit an, wie in Zeitlupe sah er den entwischten, weißhaarigen Jäger und einen Troll mit seltsam leuchtenden Augen die Gefangenen aus der Höhle treiben. Er sah Zais, der fassungslos auf seine brennenden Arme starrte, hörte Drugs Todesschrei. Dann rissen Klauen an seinem Fleisch als er auf den Boden prallte und seine Welt in Agonie versank.
Komm in Fried´n, geh in Fried´n.....ansonst´n geh in Fetz´n!

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