Re: Schuld ist Ehrensache - 2012

#21
von Nemja am Donnerstag 28. Juni 2012


Nemja beschloss nur im Schatten der Nacht zu reisen und schlief am Tag versteckt in Höhlen, unter Brücken oder verlassenen ausgebrannten Häusern. Manchmal sogar in ausgehölten Baumstämmen, die mit ihr Flussabwärts mit der Strömung trieben.
Sie vermied es so gut es eben ging den Flugreiter oder die Luftschiffe in Anspruch zu nehmen.
Denn sie wusste das die Anduris sie finden wollten.
Sie hatte ihnen bei gebracht die Stammesbrüder und Schwestern zu schützen, sie war es die ihnen das Aufspüren von Personen gelehrt hat. Sie hat die einstigen Welpen Ausgebildet! Ausgebildet zu Kämpfern, zu Spürhunden und letztendlich zu einer Waffe für den Stamm.
Die Trollin schmunzelte bei dem Gedanken, sie wusste, das die Stammesbrüder und Schwestern ihr dafür so manches mal die Kehle durchtrennen wollten. Sie war nicht gerade beliebt im Stamm, es wahr wohl eher Angst als Respekt. Aber das macht ihr nicht viel aus, sie war eine Eistrollin, auch wenn sie an der Seite eines Dschungltrolls in dem wohl heißesten Kochtopf der Welt lebte.

Auf ihrer Reise nach Norden hatte Nemja viel Zeit um nach zu denken. Sie wurde daran erinnert, was Einsamkeit ist, sie kannte das Gefühl nur zu gut. In solchen Momenten nahm sich die Trollin ihr Ledernes Buch, das Buch der Erinnerungen und begann zu schreiben.

„Viele Tage in Einsamkeit sind nun vergangen, einige werden noch an mir vor bei ziehen, mein Weg war gepflastert mit Blut und wird es auch sein bis ich mein Ziel erreicht habe.
Damals schickte mir der Sseratus den Rotschopf (sie musste lächeln bei dem Gedanken) als Zeichen, das meine Zeit noch nicht gekommen war um mein Schicksal zu erfüllen.Doch jetzt…jetzt ist alles anders.
Damals vergoss ich das Blut meines Stammes, ich tötete meine Brüder und Schwestern, nur um mein Schicksal entgehen zu können. Jetzt nehmen sich die Loas ihr Recht,
nehmen mir meine liebe, nahmen mir alles was mich am Leben erhalten hatte. Meine Lebesschuld ist mit Daj gestorben. Mein Schicksal erwartet mich.“

Nach vielen Wochen stand Nemja nun endlich kurz vor ihrem Ziel. Nordend….ihre Heimat, ihr Ursprung und leztendlich das Land in dem sie ihre Wurzeln hatte.
Nur noch einen Schritt brauchte sie zu gehen und unter ihren Füßen würde sie den Schnee fühlen. Sie schloss die Augen und roch den kühlen Wind der wehte und der den wohligen Geruch vom frischen Eis mit sich brachte. Sie konnte spüren, wie die kalte Luft durch die Nase kroch und sich ganz langsam durch die Atemwege bis hin zu ihren Lungen den weg bahnte. Nemja konnte spüren wie sich die Kälte in ihr ausbreitete und durch den ganzen körper floss.

Für einen Moment vergaß sie alles was war, was ist und was noch kommen würde…..
Viel zu kurz war dieser Moment und es erfassten Nemja schon wieder die ersten klaren Gedanken. Sie öffnete die Augen, schaute sich um und setzte sich noch für einen Augenblick bevor sie die Reise nach Hause endgültig antrat. Wieder griff sie zu ihrem Buch der Erinnerungen.

„Tausendwinter liegt nun direkt vor mir, einen Schritt noch dann ist alles anders. Meine Vergangenheit wird hinter mir Liegen. Aber noch habe ich eine gute Strecke vor mir. Mein liebes buch der Erinnerungen, das war mein letzter Eintrag und ich werde dich,so wie mein Leben hier lassen.“

Die Trollin ging nun einen neuen Weg, einen Weg dessen Zukunft noch nicht sicher war.
Noch war es mild für das nordische Klima in Tausenwinter, doch je näher sie ins Landesinnere kam desto frostiger wurde es. Nemja legte ihr hab und gut an ihrgendeiner Stelle im Schnee ab, zog sich aus und rieb ihren Körper mit dem Schnee und Eis ein.
Sie fühlte die Kälte,das Stechen auf der Haut und das Brennen in den Klauen doch wahr es eher eine Wohltat als Schmerz.
Sie zog sich ihre schlichte schwarze Lederrüstung wieder an, packte auch das nötigste wieder in ihren Rucksack, doch das Buch der Erinnerungen wickelte sie in das grüne Wams der Anduris und ließ es liegen. Die Drakkaris sollten die Anduris nicht mit Nemja in verbindung bringen.

Als Nemja ging kam der Schneesturm über Tausendwinter und vergrub das kleine Bündel unter sich, genau so wie die Spuren der Trollin die sich auf machte den Gebirkspass von Tausendwinter nach Drachenöde zu überqueren.
Nemja war sich sicher, das diesen Weg niemand kennen würde. Ohnehin gab es nur einen Troll außer Daj, der Nemja blind verstand und ihre Gedanken kannte.

Re: Schuld ist Ehrensache - 2012

#22
von Dijo am Samstag 30. Juni 2012


ooc: schön geschrieben Nemja *snif*

Der Mond stand schon hoch am Himmel und hatte die Hälfte seines Weges hinter sich gelassen, als der junge Troll auf dem Balkon seiner Hütte in Ratchet landete und mit leisen Sohlen zum Eingang und dem Bett mit den vielen Fellen spähte.
Tari'shan war noch nicht zurückgekehrt. Wer weiß was sie noch herausgefunden hatte?
Der rothaarige Troll mit den vielen dünnen Zöpfen seufzte und lies sich mit dem Rücken an der hölzernen Wand der Hütte hinunter gleiten und setzte sich draußen auf den Balkon.
Sein Blick war wieder einmal aufs Brachland gerichtet mit den vielen klaren Sternen die er von hier aus gut sehen konnte.
Sein Kopf war voller Dinge, die in den letzten Monden geschehen waren.
So viel Streit und so viele Verluste. Nun hatte der Stamm endlich zwei seiner stärksten Mitglieder wieder gefunden und neue Hoffnung lag in der Luft. Ebene so wie sich die Wunden des Häuplings langsam regenerierten.
Und da lag Dijo's neues Problem.
Daj'jin Kurscha.
Der Jungtroll seufzte tief und fuhr sich mit einer flachen Hand über die Stirn um das vordere Haar zurück auf ihren Platz zu zwängen.
Es lag zwischen den beiden eine unruhige Spannung die für Dijo kaum zu ertragen war.
Hatte er wirklich so viel falsch gemacht?
So viele Dinge wurden in guter Absicht getan und endeten dennoch in einem Desaster.
Er blickte auf seine Handflächen und dann wieder zu dem Sternenhimmel über dem weiten Brachland, als würde er auf Antworten warten, für all die Fragen die ihm auf der Seele brannten.

Re: Schuld ist Ehrensache - 2012

#23
von Nemja am Samstag 30. Juni 2012


Den Tausendwinterpass hinter sich gelassen, Drachenöde durchquert stand die Trollin fast am ende ihrer Kräfte vor den Toren Zul´Draks.
Wieder tauchte die untergehende Sonne das Eis in verschiedene Rottöne, es war so leise an jenem Abend, das Nemja sich selbst Atmen hören konnte.
Doch was war das?
Irgend etwas biss sie in den Hals, ein kurzer Schmerz, ein brennen in ihren Adern. Reflexartig fasste Nemja an die Stelle und zog sich einen kleinen Giftpfeil aus der schmerzenden Stelle.
Schwindel überkam sie und das letzte was sie hören konnte waren die vertrauten Geräusche der Hörner die von den Drakkaris zur jagt geblasen wurden.

Als die Trollin wieder zu sich kam, sah sie zunächst nur Dunkelheit, es dauerte ein paar Minuten ehe sich die gewohnte Sichtschärfe wieder eingestellt hatte.
Sie lag in einem großen Raum, das Licht der vielen Fackeln an den hohen Wänden erlaubten ihr die Bemalungen in der Höhle zu betrachten. Sie sah Sseratus direkt über ihr, daneben ein Abbild seines Vaters. Kunstvoll und bis ins kleinste Detail ausgearbeitet.

Nemja versuchte einmal tief ein und aus zu atmen, aber ihr Brustkorb schmerzte bei jeder Bewegung. Sie schmeckte Blut in ihrem Mund und fühlte den schmerz in ihrem Kopf. Die Trollin wollte aufstehen oder sich zu mindest auf die Seite drehen um den Raum in dem sie lag besser sehen zu können, doch ihr Körper war schwer wie Blei. Es zeigte sich keinerlei Regung.

Nicht lange da hörte Nemja leise schlürfende Schritte begleitet von einem regelmäßig auftretendem Klopfen die sich langsam in ihre Richtung bewegte. Je näher es kam um so lauter wurde das Klopfen. Die Trollin versuchte krampfhaft sich zu Bewegen wenigstens den Kopf. Aber nichts konnte sie machen, nur Warten……..
Noch bevor sie jemanden sehen konnte, roch sie einen starken Verwesungsgeruch,
wiederlich süß und beißend in der Nase, der Geruch wurde immer intensiver bis schließlich eine alte Trollfratze sich zu ihr runterbeugte und sie hämisch angrinste.

„ Ah, ein szeltener Gaszt, und doch gern geszehen. Herzzlich Willkommen zzu hausze, NÊMJÂ !“

Die Stimme des alten Trolls donnerte in Nemja´s Kopf, sie starrte den Troll an und wusste wer vor ihr stand.
Ein leichtes Zucken an ihrem Mundwinkel ist zu sehen, das wohl ein grinsen ausdrücken sollte. Doch das was sie nicht aussprechen konnte, war deutlich in ihren eiskalten Augen zu lesen.
Der alte Troll stellte sich wieder aufrecht hin, so gut es eben ging und stütze sich auf seinen Stock.
Er schüttelte kurz den Kopf, rammte ihr dann den Stock heftig in die Rippen so das ein deutliches knacken zu hören war.
Nemja schloss die Augen, schmerz machte sich in ihr breit, doch mehr als das zucken des Mundwinkels war nicht zu sehen.

„Du kannszt fühlen, riechen und szehen, aber bewegen kannszt du dich nicht, kleiner Sternenwelpe desz Sseratus. Wie schnell sich das Blatt wenden kann, hm?“ der alte machte kehrt und ging einige Schritte um Nemja herum.
„Ein statlichesz Weib biszt du geworden, würdeszt wohl gutes Blut alsz Opfa geben…oder prächtige Welpen geben...“
Die Trollin verstand den alten nicht mehr wirklich, seine Worte wandelten sich in irgendeinen Kauderwelsch. Anderes war nun interessanter….

Noch während der Alte sprach, konnte Nemja ganz langsam spüren wie sich ein Körperglied nach dem anderen wieder zu regen begann. Doch der alte bemerkte dies auch und öffnete einen Ring an seiner Klaue. Aus diesem tropfte eine grüne, zähe, fast honigartige Flüssigkeit. Vorsichtig nahm er eine kleine Raptorenkralle aus dem Ärmel in die andere Klaue und tunkte diese in die Flüssigkeit, schloss den Ring, beugte sich zu Nemja und stach ihr wieder in den Hals. Das Trollweibchen verlohr erneut das Bewusstsein.
„Eine Dosisz wie für ein ausgewachsenen Raptoren brauch dasz Weib!“
Der alte Troll klopfte mehrmals laut auf den Boden und schon kamen einige Trolle an und schleppten Nemja in ein dunkles Verließ wo sie von den selbigen angekettet wurde. Nur eine Fackel leuchtete in der kalten Dunkelheit für Nemja.

Re: Schuld ist Ehrensache - 2012

#24
von Kratsch am Dienstag 3. Juli 2012


In einer ruhigen Ecke in Beutebucht, abseits von Besoffenen und krummen Deals, saß Daj und schaute in den Nachthimmel. Die meisten Stammos waren im Dschungel und ruhten, passend zu der Nacht welche Zeit zum Nachdenken bot. Daj nahm einen Schluck Rankenwein und betrachtete die Flasche eine zeitlang. Er war sehr nachdenklich geworden, seit den jüngsten Ereignissen, kaum nach Außen, doch wenn er allein war kehrte er nun öfter in sich und dachte nach.
Viele Jahre waren vergangen, seitdem er das erste mal den Dschungel erblickte und den Nachthimmel sah. Immer schon war das Leben ein Kampf für ihn gewesen - Um die Gunst seines Vaters, die Anerkennung seiner Brüder, der Kampf mit sich selbst während der Ausbildung, der Kampf um den Respekt einer Armee, der Kampf gegen den drohenden Tod, der Kampf um den Erhalt von Traditionen und Würde des Trollvolkes, der eigene Kampf um Nemja, der Kampf für das Aufblühen des Anduristammes...er wusste das ihm noch nie etwas geschenkt worden war, schon immer wurde von ihm verlangt und erwartet das er es sich erkämpft und dies tat er. Doch diesmal war auch seine Gefährtin gegangen, die Rückendeckung die ihn Jahre lang begleitet hat, die ihn verstand und unterstützte. Nun, nachdem sie gemeinsam soviel durchgemacht haben und es immer noch Orte gab, an dem sie sich nicht gepaart hatten, sollte es Enden, auf diese Weise? Nein! Ein Lächeln huschte über das Gesicht des Häuptlings und wieder suchte er den Blick zum Horizont. Tief in ihm die Frage, wann dieser Kampf endet. Wann wäre es an der Zeit, das es genug ist. Er hat Fehler begangen, Geschichte geschrieben, getötet, geblutet, geliebt, wurde respektiert, verachtet, gefürchten und war in der Gazette. All dies ohne das Gefühl zu bekommen, sich selbst als Troll nicht gerecht geworden zu sein. '
Der Blick von Daj wanderte auf sein Bein, welches kaum Anstalten machte zu heilen. Sein Körper war schwächer geworden, älter. Er spürte das es, anders als die unzähligen Male vorher, diesmal nicht ohne Weiteres heilen würde. Er fühlte das sein Körper zu schwach war um auch diesmal Größeres abzuwenden. Ein Knurren entfuhr dem Troll.
Scheinbar waren die Zeiten von glorreichen Siegen und Schlachten, ein Kapitel des Lebens welche Daj wohl die meiste Aufmerksamkeit schenket, engültig vorbei. Aber er konnte sich nicht vorstellen, das es das sein würde. Was wäre er ohne Gefechte, Schlachten, Blut und Ehre,den Stamm und dessen Führung. Er schüttelte den Kopf. Tatsächlich ist das die Grundlage seiner Existenz, das einzig standhafte, sichere in seinem Leben. Daj beschloss das er sein Leben so weiterführen würde und dabei in Kauf nehmen wollte, wenn dies sein Ende bedeutete. Er konnte sich einfach nicht als Greis vorstellen, der von Damals erzählt - nein. Er war der Typ Troll, der in der Blüte seines Lebens verreckte und sein Dasein durchaus als erfüllt und reizvoll empfand.
Also wieder ein Kampf - Daj lachte in sich hinein und nickte. Zunächst würde er alles vorbereiten, dann Nemja zurückholen und wenn auch das erledigt war, sollte es nur noch darum gehen das Stück Restleben so blutig und geschichtsträchtig zu gestalten wie es nur möglich war. Wieder nickte Daj. Das ist ein guter Plan. Nochmal trank er aus seiner Flasche und lehnte sich dann müde zurück und in einer dunklen, stillen Ecke mitten in Beutebucht schlief der Häuptling der Anduri dann ein, zufriedener als vorher.

Re: Schuld ist Ehrensache - 2012

#25
von Thoshi am Samstag 21. Juli 2012


Nachdenklich hockte Thoshi auf dem Steg und blickt über die stinkende Brühe der Bay hinweg auf das Meer. Ab und an inhalierte er an dem Krautröllchen, das in seinem Mundwinkel steckte. Die Haudraufs, die in dieser Nacht wache schoben, nutzen nicht wie gewöhnlich die Gelegenheit, um Kraut aus den Taschen des Rudelführers zu kaufen. Zu deutlich war die Aura von angespannter Unruhe um den Troll zu spüren, die der Ausstrahlung eines gereizten Raubtieres glich.

Thoshi hatte zugehört, seit er und sein Weibchen zurück in der Bay waren. Ein paar der Dinge, die in seiner Abwesenheit geschehen waren konnte er akzeptieren, andere weniger. Sein Häuptling war knapp dem Tod entronnen. Und Nemja war fort. Thoshi kannte seine Klingenführerin gut genug um zu vermuten, warum sie gegangen war. Wenn Eis durch einen Schlag Risse bekam konnte nur Kälte sie schließen. Sein Blick fixierte den Punkt am ende des für ihn sichtbaren Meeres, an dem die Schiffe gen Northrend verschwanden. Der Troll verstand, glaubte es wenigstens.

Und doch hatte dieses Wissen einen falschen Beigeschmack, der als leiser Missklang in Thoshis sorgfältig trainierter Ruhe keimte. Er kannte das Gefühl, wenn Schmerz so groß war das weder brüllen noch Kraut ihn lindern konnte. Dann musste ein Troll für sich sein, jagen, reißen, zerfetzen. Dann würde irgendwann das Gleichgewicht zurück kehren, auf die eine oder andere Art.
Das hier aber dauerte schon zu lange.

Die Klauen des Trolls ballten sich zur Faust, ein tiefes Grollen ließ den hinter ihm entlang gehenden Haudrauf erschrocken einen Satz zur Seite machen.

Fookah Nemja, is n´ch wie`s aussah füa d´ch. Daj pustet noch Luft durche Haua. Is vadamich zeit, dasde inna bay aufkreuz un dein Platz einnimmz, eh

Es gab Momente in denen Thoshi kurz davor war, den Befehl nicht zu suchen direkter zu missachten als er es bereits getan hatte. Der Zwiespalt zwischen Pflicht und Loyalität klaffte in seinem Geist und wurde täglich etwas breiter. Er wusste das es Zuljiere ähnlich ging, die vermisste was ihr einer Schwester am nächsten kam, und sah das Spiegelbild seines eigenen inneren in der zornigen Entschlossenheit Dorsors. Nemjas Fortgang basierte auf einem falschen Bild, genau das war es, das ihn mehr als alles störte. Würde sie jetzt vor ihre Loa treten, gäbe es etwas das sie bereuen würde.

Schnaubend schnipste er den Stummel des Krautröllchens in die stinkende Brühe vor sich und erhob sich von den Planken. Es war Zeit an irgendeiner Front ein wenig Ausgleich im zerfetzen einiger Feinde zu finden.

Zeit heimzukehr`n Nem, Zeit zu seh`n was wahr is...also beweg dein Arsch inne bay sons komm ´ch d´ch holn...

Vielleicht lag, trotz seines mangelnden Talentes für Zauberei, etwas Mojo in den gemurmelten Worten..vieleicht auch nicht..

Einen Augenblick später ist der Steg leer und das leise zischen der in der Brühe verlöschenden Glut des Röllchens verstummt.

Re: Schuld ist Ehrensache - 2012

#26
von Thoshi am Samstag 4. August 2012


In der gestrigen Nacht in booty bay...

Daj, Amukjin und Thoshi starrten über die stinkende Brühe hinaus auf das Meer vor der Bucht. Düsteres Schweigen hatte sich breit gemacht, ein Name hing unausgesprochen in der Luft und füllte die Stille mit Gewicht.
"Diesma isses üblere Kacke als jemals." Das waren Daj`jins Worte gewesen auf dem Weg hierher. Nemja würde vielleicht nicht mehr am Leben sein.
Schließlich unterbrach Thoshi`s Stimme das schweigen.
De Bluthunde wartn nua uff dain Befehl Bozz...lass uns suchn un Nemja rausholn

Daj`s Antwort bestand nur aus einem Nicken. Erst einem Moment später, der sich wie die Zwergenfleisch zu dehnen schien, sagte der Häuptling

Die Drakkari sin stark. Sie unterschätz`n würde uns n Haufen Anduri kosten. Weniger Typos würdn mehr bring. Bildet die Hunde gut aus, se werdn s brauchn. Die
Drakkari sin Meista im vadrehn von Köpfen. Beim letzen ma hatte ich Nemja bei mir..die pisser werdn nich zweimal den gleichn Fehler machn. Sie werdn Nemja so verdreht ham dasse nichma mein cono erkennen würde.
Wir wartn auf ne Gelegnheit...un dann schlagn wir zu

Wieder folgte ein Moment gewichtiger Stille, bis er hinzufügte

Und wenns zum Kampf gegen Nemja kommt, gehöat dea mir. Keina mischt sich ein.

Amukjin und Thoshi nickten, wenn auch widerwillig. Wieder hieß es warten, aber diesmal mit einem Ziel vor Augen.

Der Häuptling erhob sich. Ich vapiss mich, die kacke vadirbt mir de Laune.

Thoshi knurrte, leise aber tief und erhob sich ebenfalls. Der Troll langte nach seinem krautbeutel und richtete den Blick auf Daj
De Hunde werdn bereit sein, mon. No Kraut bis zu diesm Tag

Mit einer weitausholenden Bewegung und unter Amukjins staunenden Blick warf Thoshi seinen Krautbeutel in die Bay.
Daj`jin warf einen langen Blick auf Thoshi, schlug ihm dann gegen die Schulter und ging

S kam übaraschnd maan. Amukjin nickte Thoshi zu.

No panik, bro..´ch werd dia weita dein vorrat besorgn..´ch rauchs nua n´ch meha bis de numma duach is..un ´ch hass m´ch jetz schon füa
Amukjin lachte leise

Thoshi legte seinem Gegenüber die Hand auf die schulter
Bring da Jagd schnell zuende bro...wead d´ch bei dea numma brauch`n

Taz, werd ich..ich will nich zu spät sein un bis zur schlacht hintaherrenn..

Die beiden Rudelführer verabschiedeten sich voller Respekt und gingen, jetzt mit einem Ziel vor Augen, ihrer Pfade

Re: Schuld ist Ehrensache - 2012

#27
von Nemja am Mittwoch 8. August 2012


Die Trollin befand sich in einem Dämmerzustand und bekam nicht wirklich mit was geschah.
Sie konnte spüren wie sie fror. Das erste mal in ihrem ganzen Leben das Nemja die Eistrollin fror.
In ihrem Kopf feierten die Loas ein Fest so dröhnte ihr der Schädel, der Körper fühlte sich an, als wären ihre Knochen aus Stein die ihre Gedärme zerdrücken wollten. Mit einem mal würde Nemja schlecht und der Druck in der Magengrube wollte raus, einfach nur raus. Mit einem Schwall aus geronnenem Blut und Magensäure übergab sich die Trollin ruckartig.
Der rostartige Geschmack und beißend saure Geruch war alles was übrig blieb.
Während Nemja in diesem Zustand war, wurde sie von fremden Trollinen gewaschen, die Brüste und den Unterleib mit einfachen Leinen bedeckt und geschnürt.


Schemenhafte Gestalten vor ihr und neben sich, der Geruch von Wasser mit irgend einem Geruch von beigemischten Ölen, das konnte sie wahrnehmen.
Wie viele Stunden oder Tage sie in diesem Zustand verbrachte konnte Nemja nicht einschätzen, als sie aber erwachte, war sie allein.
In ihr staute sich die Wut, der Haß auf sich selbst und ihren Ursprung. Oder war es die plötzliche Erkenntnis den Stamm im Stich gelassen zu haben? Der Stamm, aus irgend einem Grund kam der Stamm in ihre Gedanken. Sie konnte Thoshis Stimme in ihrem Kopf hören…“zeit haim z kehren, Nemja“ Nemja grinste und ließ den Kopf hängen, leise flüsterte sie:“ ich bin daheim, Thoshi.“
Die Trollin hatte aber nicht viel Zeit um darüber nach zu denken, ohne hin war es zu spät.
Sie wollte diesen Weg gehen und nun muss sie mit den Konsequenzen leben!
Schnell verwarf sie die Gedanken an den Stamm, an Thoshi, Daj, Zulji, die kleine Tari von der sie wusste, das gerade sie Nemja gern hatte, Dijo der eine straffe Klaue brauchte um im Stamm bestehen zu können. Akame welche gern mal aus der Reihe tanzte und Dorsor der Nemja nicht so unähnlich war. Die Drakkari konnten die Gedanken förmich riechen, sie hören und jeden noch so kleinsten Gedanken spüren, die Trollin wollte den Stamm nicht in Gefahr bringen, sie schluckte und begann ihren Kopf mit leere zu füllen…..

Das wohlbekannte Klopfen riss sie aus ihrer Meditation, eine schwere Eisentür öffnete sich. Noch bevor der alte, stinkende Troll eintrat, kamen zwei seine Wachen und verteilen sich rechts und links von Nemja.
Ketten rasselten, es tönte durch den ganzen Raum und die Trollin spürte wie ihre Arme und Beine von ihrem Körper gespannt wurden. Die Wachen strafften die Ketten so, das Nemja aufgerichtet wurde und sich nicht mehr rühren konnte. Sie brüllte laut und Kehlig, wieder dieser verfluchte Schmerz!!!!
Sie wehrte sich anfänglich und versuchte ihre Arme am Körper zu halten, doch die schweren Eisenketten siegten, ihr Körper formte mit den nach oben ausgerichteten Armen ein Kreuz.

Nun betrat also der alte Troll den Raum, begleitet von drei Fackelträgern und einem ….was auch immer das war. Das interessierte Nemja in diesem Augenblick nicht. Sie konnten ihr alles nehmen, nur eine Sache nicht…..
Voller stolz richtete sie ihren Blick auf den Alten und lachte.
„Sie einer an, bist ja zu einem Madentransporter geworden. Eh,hast wenigstens du immer deine Proteine dabei.“
Der Alte grinste nur und ging zu einer Steinempore, schnippte einmal mit der Klaue und ihm Wurde eine große Lederrolle vorgelegt. Der alte Troll strich sich über die Hauer, rollte das Leder langsam auf. Die Trollin konnte nicht viel erkennen, nur hier und da ein metallisches Glitzern im seichten Licht der Fackeln.
„ah, Nêmjâ, Nêmjâ, Nêmjâ. Hazst du nichtzs in all den Jahren gelernt? Wo war dazs Weib eigentlich die ganze Zeit? Wer hat dir Unterschlupf gegeben, einer Eisztrollin, hä?“
Nemja lachte wieder, „ Mein ruf scheint mir immer wieder voraus zu eilen. So ein Jammer,
eigentlich sollte das eine Überraschung sein…..ganz allein für dich, Hochprophet Slad`ran!“
Nemja spuckte auf den Boden, als sie seinen Namen aussprach.
Slad´ran blieb gelassen, er brauchte keine Angst mehr vor Nemja zu haben. Er rief einen der Fackelträger zu sich und ging langsam auf die Trollin zu. Er schien die Trollin zu begutachten, er begann mit den Beinen, nickt zufrieden, um die arme betrachten zu können musste er sich allerdings ein wenig anstrengen, da die Trollin den alten um gut zwei Köpfe überragte.
„ Gute Beine, kräftig gebeut, du bist viel gelaufen in den Jahren mein Kind, deine Arme Muzskulös, jeden deiner Muzskeln sind gut zu erkennen.“
Der alte Troll ging einmal um die Trollin herum, um den Rücken zu betrachten, er konnte es sich wohl nicht verkneifen mit seinen alten runzligen Klauen ihr an den Hintern zu packen und über ihren Rücken zu streichen. Nemja spürte die raue, wiederliche Klaue auf ihrer Haut und stieß ein dunkles, kehliges Knurren aus. „pack deine Madengriffel wieder ein, du alter Sack. Abfallen solln se dir!“
Der Alte erschrak zunächst, und nahm seine Klaue von ihrem Körper.
„ guter Körper zum kräftigen Geiszt, mein Kind. Wir werden gute Welpen haben….“ Lachte er und wandte sich nun Nemja´s Vorderseite zu. Er schaute nach oben und versuchte ihr in die Augen zu schauen, was aus Nemja´s Sicht sehr spärlich aus sah, sie grinste nur, und spuckte ihm ins Gesicht.
„ Da haben die Loas vorgesorgt, Slad´ran!“
Der Alte knurrte, schob nun den Leinenstoff von Nemjas Unterleib ein wenig tiefer und sah eine riesige wullstig klaffende Narbe, die sich quer vom linken unteren Schambein bis zum rechten oberen Hüftknochen lang zog. Slad´ran überflog nun kurz den Rest des weiblichen Körpers und fluchte laut, als der die vielen Narben sah. Der Alte schrie vor Zorn, es donnerte in der ganzen Höhle,
„ nicht mal alz weib bist du geeignet, du Verräterin, Abschaum der Drakkari!“
Der Alte ging wütend zu der Steinempore, starrte Nemja an und begann magische Formeln vor sich hin zu brummeln. An seiner Seite immer die Fackelträger, so konnte Nemja sehen, was der Hochprophet da trieb.
Lange Nadeln zog er aus der ausgebreiteten Lederrolle, legte sie sorgfälltig neben einander. Den Ring legte er ab und wusch seine Klauen in einer Schüssel die mit Blut gefüllt war.
Die Stimme des Alten, wurde immer lauter und heroischer und schallte wie Wellen an einer Brandung von den kalten, steinernen Wänden in dem Verließ ab.
Nemja wusste instinktiv was nun passieren würde, sie schloss die Augen und wünschte sich noch einmal ihre Gedanken freien lauf lassen zu können….aber sie tat es nicht. Auch sie war eine Drakkari und beherrschte die Gedankenkontrolle, zumindest die Kontrolle über ihre eigenen.
Sie Atmete tief durch, konzentrierte sich auf ihren Körper um keine Schmerzen empfinden zu können, sie versetzte sich in eine Art Trance. Schweißperlen tropften von ihrer Nasenspitze, sie ballte die Klauen zu Fäußten und spannte jeden ihrer Muskeln an. Lauschend auf die Worte des Alten, Schwindel machte sich in ihrem Kopf breit. Anfänglich konnte sie noch das Einstechen der heißen Nadelspitzen in ihre Nackenmuskeln spüren, ihr Körper wurde lahm und erschlaffte als der Hochprophet sein Werkzeug in die Wirbelsäule bis hoch zur Halswirbelsäule einstach. Mit jeder gesetzten Nadel durchzog es Nemja wie kleine Blitze in ihrem Körper, immer wieder verteilten sich starke Stromschläge in ihrem Kopf aber Schmerzen, Schmerzen spürte die Trollin nicht mehr…….. Die so stolze Trollin sackte zusammen, die Ketten wurden gelockert und ihr Körper wurde zu Boden gelassen.
Der alte Troll lachte, die Trommeln aus dem oberen Geschoss des Tempels trommelten den Takt des Sieges, des Triumphes.
„ Nemja, geboren unter dem Szeichen des Sseratus! Das letszte was von deiner Loa noch übrig blieb warszt du. Dein Wille iszt gebrochen, deine Szeele szerstört! Wie eine Voodoopuppe wirszt du für mich Kämpfen, deine Kraft, deine Zielstrebigkeit und dein Können wird von nun an nur mir dienen!“

Die Eistrollin lag auf dem Boden in ihrer eigenen Blutlache, als wäre ihr Körper eine leere Hülle. Ein Kadaver der als Vorleger in einer Hütte diente.
Stunde um Stunde verging, Tage des Betens für die Drakkari waren angebrochen. Eine Seelenwendung und Gedankendrehung waren nicht ohne Gefahren. Doch Nemja erhob sich mit altem Stolz, mit neuer Kraft und nur eins im Sinn…….
Kämpfen, kämpfen für die Drakkari, Bluten für ihren Ursprung….der Erhalt ihrer Wurzeln…..

Re: Schuld ist Ehrensache - 2012

#28
von Rjan'jan am Donnerstag 9. August 2012


Es zischte laut, als etwas in die Feuerschale geworfen wurde, die Flammen züngelten empor und schienen die die Holzdecke über ihnen zu kitzeln. Stark, fast schon übel riechender Dampf machte sich in der Unterkunft breit, die schon jetzt vollkommen zugenebelt war. Man konnte kaum noch eine handbreit sehen. Es roch nach Asche, nach starken Kräutern, Tabak. Und mitten in diesen Dampfschwaden saß der Alte, Papa Rjan'jan, dieses Mal keine Zigarre, sondern eine Pfeife zwischen den Lippen. Sein Blick war starr und leer auf die Flammen gerichtet, als würden sie ihm etwas erzählen. Hin und wieder nickte er, oder schüttelte den Kopf, als wäre er tatsächlich in einem Dialog mit ihnen.

Die Anduri waren unruhig. Er war noch nicht lange bei ihnen, noch nicht einmal ein wirklicher Teil von ihnen, und doch konnte er es tagtäglich beobachten, geradezu spüren. Die Stimmung war angespannt, manchmal frostig. Jeder schien auf heißen Kohlen zu sitzen. Nicht wortwörtlich, auch, wenn sie sich sicherlich bald wünschen würden, heiße Kohlen unter sich zu haben. Er hatte nicht viel gehört, auch nicht viel nachgefragt. Es ging ihn zu diesem Zeitpunkt noch nichts an. Nemja, ging es ihm durch den Kopf. Ein Name, den er aufgeschnappt hatte. Drakkari, sprachen seine Gedanken weiter. Die, die sie, wenn er richtig zugehört hatte, gefangen hielten. Vielleicht sogar ihre Herkunft? Nordend, Zul'Drak. Ihre Heimat, die Krone der Welt. Ironischerweise waren die Drakkari vieles, aber sicherlich nicht die Krone der trollischen Evolution. Im Gegenteil. Wahnsinn. Der Alte kicherte. Die Drakkari waren vieles, vor allem stark, aber in seinen Augen nicht besonders klug. Mächtig? Ja, in gewisser Weise. Mutig? Aufjedenfall. Stark? Auch. Es gehörte schon einiges dazu, seine Loa zu unterwerfen, zu töten, in sich aufzunehmen. Das und nichts anderes hatten sie getan und genau das war es, weswegen er sie für dumm hielt. Schon die Gurubashi haben gezeigt, wie dumm es ist, einen Loa versuchen zu versklaven.

"Die Drakkari sin' Kopfdreher... mit denen ist nicht zu Spaßen", hallten die Worte von, wie war sein Name?, Thoshi durch den Kopf des alten Griesgrams. Kopfdreher, ja. Aber nichts, was die Drakkari konnten, würde er nicht auch vollbringen können. Aber man hatte ihn bisher nicht gefragt. Warum sollte man auch? Er war ein Welpe, nichts weiter. Ein alter Sack noch dazu. Ein alter Sack, der gut und klug reden konnte, aber was noch? Sie wussten nichts von ihm und er war bisher nicht sonderlich erpischt darauf, viel von ihm preiszugeben. Ein tiefer Zug wurde genommen, der Rauch durch die Nase hinweg ausgestoßen. Er schmatzte. Einmal, zweimal. Dann wurde neues Kraut in die Schale geworfen.

Er wusste nicht, warum er es tat. Es hatte nicht viel Sinn. Er besaß nichts von Nemja. Kein Blut, kein Haar, kein Hautfetzen oder persönliche Habe. Er wusste auch nicht, wie sie aussah. Er konnte noch solange ins Feuer starren, darauf warten, dass es die Konturen und Landschaften Nordends zeigte, aber es würde ihm nicht den Aufenthaltsort von Nemja verraten können. Und wozu wollte er ihn wissen? Um dem Stamm zu helfen? Vielleicht, immerhin war es jetzt sein Stamm. Oder sollte es zumindest werden. Aber andererseits... er war nur ein Welpe, ein alter, klugscheißender Welpe. Wenn sie etwas wollten, war es an ihnen, zu ihm zu kommen. Es wäre respektlos, sich aufzudrängen, in den Vordergrund zu schieben. Und vor allem: Es war nicht seine Art.
Abgesehen davon wird diese Nemja einen Grund gehabt haben, fortzugehen. Der Alte fragte sich, was es für einen Grund gegeben haben könnte. Was hatte Nemja besonders gemacht, was war den Anduri passiert, dass sie sich einfach abwandte? Definitiv war es vor seiner Ankunft in Booty Bay. Er musste noch im Dschungel gewesen sein, als es passierte. Mit angestrengten Pfeifenzügen versuchte er, sich zu erinnern. Was war passiert? Schmatzend warf er weitere Kräuter in die Flammen.

Das Feuer zischte er erneut, begann zu tanzen, Konturen zu bilden. Er sah einen Troll, irgendwie leblos, aber nicht friedlich, reglos am Boden liegen. Eine Trollin, trauernd, unweit daneben. Dann Entschlossenheit, sie erhob sich. Sie schritt davon. Er sah ein Raptorenrudel, dann das weit aufgerissene Maul eines Tigers. Dann erstarb das Bild. Der Troll runzelte die von Falten zerkluftete Stirn - es fiel ihm Prinzip gar nicht auf, dass er sie runzelte - und wog den Kopf hin und her. Ja, ja er hatte so ein Szenario gesehen, sich aber nicht dafür interessiert. Trolle sterben. Es war seine Aufgabe, sie zu begraben, aber für diesen Troll hatte man ihn nicht gerufen. Und als er später wieder, zufällig, an der Stelle vorbeikam, war keine Leiche mehr zu sehen. War die Trollin Nemja? Und wenn ja, wer war die Leiche? Interessierte ihn das wirklich?

Unschlüssig schüttelte Rjan'jan den Kopf. Es ging ihn nichts an. Er war noch kein Teil des Stammes, nur ein Anwärter. Dazu ein alter, irrer Kautz, der im hohen Norden sowieso nichts verloren hatte. Sie würden zu ihm kommen, wenn sie etwas wollten. Ja, ja, das würden sie. Und wenn nicht, dann wollen sie nicht. Er war schon immer jemand, der beobachtet. Er würde es nicht ändern. Für die Taten gab es andere. Er war nur Ohr und Stimme, nicht Hand.

Zischend erstarb das Feuer, als der Alte Wasser über die Schale goss. Dampf stieg auf, quoll aus der Tür, wie in einem Dampfbad. Und irgendwo fluchte und schrie ein Goblin auf, weil er diesen heißen Dampf abbekam.

Re: Schuld ist Ehrensache - 2012

#29
von Dorsor am Dienstag 18. September 2012


leiße schleicht sich eine dunkle gestalt über die mauern von zul drak das wenige das man vor der gestallt erkennen kann scheint als gehöre sie nicht zu den trollen die hier heimisch sind.
so schnell und leise wie die gestalt es vermag bahn sie sich ihren weg immer weiter durch das gebiet der drakkari lauschend und suchend nach einer person .
eine patrulierende wache erreckt die aufmerksamkeit der gestalt , schnell versteckt sich das unbekannte und murmelt ganz leise zu sich " wiad zeit den welpen was mitzubring " grinsend verschwindet ein orc gesicht aus dem fahlen mondlicht

((für rechtschreibfehler und co haftet die tastatur samt pc *g*))

Re: Schuld ist Ehrensache - 2012

#30
von Glokta am Mittwoch 19. September 2012


"Bai de Beklopptn da obn im Noadn?" Glokta verzog sein Gesicht, und düster blickte er auf den Boden. Erinnerungen kamen auf, ein Jäger und seine Raubkatze, Dunkelheit, Stimmen, Eises-Kälte, Blut, Macht, Verzweiflung. "Da is noch ne Rechnun' off'n. Lass m'ch nua main Hamma holn, momento, bin dabai. Fookah! Schedl knackn, Rechnun'n zahln, bin dabai, mon."

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