Zu Besuch bei Tazua - 2016

#1
von Tazua am Montag 1. Februar 2016


....solltest du speziell danach gesucht haben, oder dich deine Schritte durch den Dschungel nur zufällig in die richtige Richtung geführt haben.....ein kleiner schmaler Weg, kaum mehr als ein Trampelpfad führt dich plötzlich durch einen sehr dichten Teil des Dschungels. Hier ist es grüner und dunkler, da das dichte Laub und die nahe stehenden Bäume weniger Licht bis zum Boden dringen lassen. Das Unterholz wird ebenfalls dichter, womöglich verfängt sich deine Kleidung mehr als einmal an Ästen, Dornen oder deine Füße stolpern über dicke Wurzeln die sich zu hauf über den schmalen Pfad schlängeln. Hier im dichten Unterholz scheinen die Geräusche des Dschungels ein wenig gedämpfter, die Sicht schlechter, der Geruch erdiger und herber.



Der schmale Pfad führt dich eine kleine Weile lang durch den dichten Dschungel, wobei dir gelegentliches Rascheln, ganz in deiner Nähe folgt. Leises Knurren oder Schnaufen wie von einem großen Tier dringt zwischen den Bäumen hervor, doch nichts zeigt sich dir und nach einer Weile bleiben die Geräusch wieder aus. Es wird im Allgemeinen noch etwas stiller, kaum ein Vogel, oder andere Tierlaute sind noch zu vernehmen. Der Pfad hingegen wird breiter und ebener, als er dich auf den dunklen Eingang einer kleinen, halb überwucherten Höhle in einer Felswand zuführt die durch den dichten Dschungel kaum früher auszumachen gewesen ist.



Solltest du näher an den Höhleneingang heran gehen und die Schlingpflanzen die Diesen halb überwuchern beiseite streichen schlägt dir zuerst ein süßlich-scharfer Duft entgegen der sich kaum genau bestimmen lässt aber angenehm leicht in der Nase sticht. Vor dir tut sich eine breite aber nicht sehr tief in die Felswand ragende Höhle auf. Hier drinnen ist es noch dunkler als zuvor im dichten Unterholz des Dschungels. Das Einzige Licht hier drinnen kommt von einer Feuerstelle, nahe des Eingangs. Du siehst ein herrunter gebranntes Feuer, nur die Kohlen glühen noch ein wenig und darauf tanzt ein blasses, grünliches Flämmchen, jedoch ohne die noch leichte Wärme ausstrahlenden Kohlen zu berühren.

Außerdem wird dein Blick sicherlich von dem häufigen Glitzern und Blinken eingefangen, bedingt durch die zahlreichen an der Höhlendecke aufgehängten Flaschen, Schnüre mit aufgereihten Perlen, Muscheln, glitzernden Steinen und Schmuckstücken. In manchen der Flaschen sind Flüssigkeiten aufbewahrt, in anderen scheint sich eine Art Nebel hin und her zu winden, andere sind einfach leer und reflektieren wie die anderen glänzenden Gegenstände das gelegentlich herein fallende Licht.

Gleitet dein Blick weiter durch die Höhle, wird dir auffallen das auch auf kleinen Simsen, Vorsprüngen oder Nischen Perlen, Edelsteine, Dinge aus Gold und auffällig oft gelochte Steine herum liegen und vor sich hin funkeln. Auf manchen natürlichen Vorsprüngen stehen auch flache Schalen mit frischem Obst, Fleisch oder Wein herum.

Im hinteren Bereich, wo es etwas dunkler ist, sind an der Höhlenwand aufgereiht geflochtene Körbe, Kästchen oder auf dem Boden stehende Flaschen zu erkennen. Auch hängen hier Bündelweise Pflanzen zum trocknen auf, auf einer Decke liegen sauber geschrubbte Knochen und Zähne unterchiedlicher Herkunft herum.

In einer anderen Ecke befindet sich im Höhlenboden eine Vertiefung, eine Art Becken das mit Wasser und Teichrosenblättern gefüllt ist. Aus diesem Becken blicken dich zwei dunkle Augen an und ein leises Quaken ist zu hören....Baboo scheint zu Hause zu sein.

Auf einem breiteren Sims befindet sich eine gemütliche Ecke aus Fellen, ein paar zusammengewürfelten Kissen und Kerzen. Offenbar schläft Tazua an diesem Platz. Hier liegt auch eine größere Muschel herum aus der leises Vogelgezwitscher zu hören ist, mal lauter, mal etwas leiser, mal hält es inne.

Auch scheinen die Schatten hier im hinteren Teil der Höhle dicker zu sein, die Luft riecht durch das starke Räucherwerk trotzdem etwas modriger, fast schwer. Dicht neben Tazuas Schlaflager steht eine große, bauchige Flasche in der sie in einer klaaren Flüssigkeit, unterschiedliche Augäpfel aufzubewahren scheint. Einige davon blicken, wohl ganz zufällig in deine Richtung.

Während deines Aufenthaltes flackert das grüne Flämmchen auf der fast erloschenen Feuerstelle ein wenig unruhig, wird größer...dann wieder etwas kleiner, malt dabei unruhig zuckende Schatten an die Wände.

Da du Tazua nicht angetroffen hast, wäre es wohl unhöflich, oder vielleicht auch nicht klug dich länger in ihrer Höhle aufzuhalten, nichtwahr!?

Baboo verabschiedet dich mit einem vernehmlichen Quaken als du die Höhle wieder verlässt. Nichts und Niemand hält dich auf, doch nahe der Höhle auf einem Felsvorsprung hockt ein recht großer Troll, der deinen Abschied misstrauisch beobachtet.

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